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Corona-Höchstwert in Deutschland: RKI-Chef Wieler jetzt LIVE - „Wir müssen wieder mit mehr Toten rechnen“

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Von der Bank ins Lehramt: Marianne Epp lernte nach der Schule Bankkauffrau und arbeitete 17 Jahre in dieser Branche. Das Lehramtsstudium begann sie, weil sie in einem sozialeren Beruf arbeiten wollte.
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Marianne Epp lernte nach der Schule Bankkauffrau und arbeitete 17 Jahre in dieser Branche. Das Lehramtsstudium begann sie, weil sie in einem sozialeren Beruf arbeiten wollte. Heute ist sie Leiterin der Grundschule Bad Wiessee.

Marianne Epp (51) steht vor einem aufregenden Schuljahr

Von der Bank ins Lehramt: Neue Wiesseer Grundschulleiterin im Interview

Es ist ein ungewöhnlicher Werdegang: Marianne Epp (51) arbeitete einst bei der Bank und ist heute Leiterin der Grundschule Bad Wiessee. Wir haben die Rektorin zum Interview getroffen.

Bad Wiessee – Seit diesem Schuljahr ist Marianne Epp die neue Leiterin der Grundschule Bad Wiessee. Auf die 51-Jährige aus Waakirchen wartet – dank Corona – ein aufregendes Schuljahr. Im Gespräch erzählt sie, wo sie noch Schwierigkeiten im Umgang mit der Pandemie sieht, was sie von anderen Lehrern unterscheidet und auf was sie sich in ihrem neuen Amt am meisten freut.

Frau Epp, wo waren Sie früher tätig?

Ich war kommissarische Leiterin der Grundschule in Parsberg. Davor habe ich fünf Jahre in der Grundschule Gmund gearbeitet und vier Jahre in der Grundschule Großhelfendorf. Und davor war ich vier Jahre Aus- und Fortbildungsleiterin bei der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee.

Wie kamen Sie denn von der Bank zur Grundschule?

Da muss ich wohl ganz von vorne anfangen. Mein Erstberuf war Bankkauffrau bei der HypoVereinsbank. Ich habe dann aber gemerkt, dass ich gerne in einem sozialeren Beruf arbeiten würde. Also habe ich Lehramt studiert und nebenbei bei der Bank gearbeitet. Die Kreissparkasse hat mir dann angeboten, dort als Aus- und Fortbildungsleiterin anzufangen. Irgendwann wollte ich wieder zur Schule zurück. Ich habe mich an die Regierung gewandt, und die hat mich eingestellt. Ich war ja noch auf der Warteliste.

Das ist ja nicht gerade der typische Weg zum Lehramt.

Nein. Insgesamt habe ich 17 Jahre bei der Bank gearbeitet. Aber ich finde das gut, weil ich dort vieles gelernt habe, zum Beispiel Serviceorientierung oder den Umgang mit unterschiedlichen Menschen.

Gibt es etwas, das Sie anders machen wollen als ihre Vorgängerinnen?

Meine Vorgängerinnen haben sehr gute Arbeit geleistet, obwohl es so viel Wechsel in Bad Wiesee gab. Sie haben zum Beispiel auch für die moderne Ausstattung in den Klassenzimmern gesorgt. Mein Schwerpunkt ist, Konflikte bei Kindern effizient und nachhaltig zu lösen. Die Schüler sollen lernen, sich untereinander auszureden und das auch ins Erwachsenenleben mitnehmen. Das würde ich hier gerne einführen.

Auf was freuen Sie sich in ihrer Funktion als Rektorin besonders?

Dass ich ein Klima schaffen kann, in dem alle Beteiligten gerne zur Schule gehen. Ich will das Kollegium gut unterstützen, mit Material, aber auch psychisch. Am meisten freue ich mich darauf, dass ich Menschen in meiner Rolle führen darf. Ich hoffe, dass ich auch eine gute Führungskraft bin.

Was ist Ihnen dabei wichtig?

Ich will vor und hinter den Kollegen stehen. Mir ist aber auch wichtig, dass das Klima und die Zusammenarbeit mit den Eltern gut sind. Vor allem in der Pandemie gibt es doch verschiedene Strömungen. Ich als Schulleiterin will die alle akzeptieren und ernst nehmen.

Sie haben gerade die Corona-Pandemie erwähnt. Ist Ihre Schule dafür gut gerüstet oder sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Wir haben von der Regierung den Rahmen-Hygieneplan bekommen. Eine Schwierigkeit sehe ich aber tatsächlich darin, dass die Schüler vormittags auf dem Schulgelände eine Maske tragen müssen, nachmittags im Hort allerdings nicht mehr. Das Wichtigste ist momentan die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts, jegliche Durchmischung der Gruppen ist zu vermeiden. Dafür haben wir zwei Pausenzeiten eingerichtet und Parzellen auf dem Pausenhof. Das ist ein unglaubliches Durchdenken, was man alles beachten muss, damit das Infektionsrisiko möglichst gering ist.

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Stephanie Fischhaber

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