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Spektakulär, aber nicht folgenschwer: Leicht verletzt hat sich ein 47-Jähriger, der sich im März 2019 in Gmund überschlug. Es war einer von 141 Unfällen, die die Polizei Bad Wiessee in diesem Jahr verzeichnete. 

Sicherheitsbericht

Polizei-Bilanz 2019: Mehr Straftaten und Verkehrsunfälle

Es hat mehr gekracht, und es gab mehr Straftaten. Nach Sicherheitsgesprächen mit den Bürgermeistern legt die Polizei nun ihren Bericht für das Jahr 2019 vor.

Bad Wiessee – Fünf statt eins. Das Sicherheitsgespräch der Polizei Bad Wiessee mit den Bürgermeistern in ihrem Zuständigkeitsbereich musste wegen der Corona-Beschränkungen heuer aufgesplittet werden. Nun waren Robert Kühn (Bad Wiessee), Alfons Besel (Gmund), Josef Bierschneider (Kreuth), Christian Köck (Rottach-Egern), Johann Hagn (Tegernsee) und Norbert Kerkel (Waakirchen) nacheinander beim neuen Inspektionsleiter Thomas Heinrich und seinem Stellvertreter Andreas Loeffler – beide seit 1. Februar im Amt – zu Besuch, und die Polizei macht ihren Sicherheitsbericht für das Jahr 2019 öffentlich.

Eine dieser Straftaten war wohl diese: Rangelei auf dem Weg zum Strandbad Kaltenbrunn: Wer war das wahre Opfer?

Über 1000 Straftagen im Jahr 2019

Demzufolge registrierte die Polizei Bad Wiessee in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt 1010 Straftaten – ein Anstieg von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Fünf-Jahres-Vergleich sei diese Zahl jedoch nicht ungewöhnlich, heißt es in dem Bericht. Das durchschnittliche Straftatenaufkommen liege stets bei etwa 1000. Die Aufklärungsquote liegt bei 67,1 Prozent und damit um 0,3 Punkte unter dem Ergebnis des Vorjahres, jedoch um 1,6 Prozentpunkte höher als noch 2017. Den Bürgermeistern wurde die Sicherheitslage in ihren Gemeinden jeweils aufgeschlüsselt vorgestellt. Darin sei zu erkennen gewesen, so die Polizei, dass sich die Zahlen nicht erkennbar verändert haben.

Mehr Unfälle im Tegernseer Tal, aber weniger mit Personenschaden

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Unfallzahlen. 896 Unfälle verzeichnete die Polizei im Jahr 2019 – eine Steigerung um ein Prozent. Positiv hervorzuheben sei derweil, dass die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden um elf Prozent auf 141 Unfälle verringert hat. Als Ursache nennt die Inspektion die gesteigerte Zahl von Verwarnungen und Anzeigen. Um 35 Prozent seien diese nach oben geschnellt. Zusätzlich wurden 145 Messungen mit dem Laser-Handmessgerät der Polizeiinspektion durchgeführt. In diesem Zusammenhang merkt die Polizei noch an, dass überhöhtes Tempo als Unfallursache gemessen an der Schwere der Folgen nach wie vor Spitzenreiter ist.

Zudem hat die Polizei noch Zahlen zum Themenkomplex Veranstaltungen genannt. Neben der Vielzahl von Brauchtums- und Sportveranstaltungen, die über das ganze Jahr verteilt sind, waren 2019 auch verschiedene politische Veranstaltungen zu betreuen – etwa auch im Vorfeld der Europawahlen. Insgesamt seien dies 60 Veranstaltungen gewesen, bei denen 390 Beamte eingesetzt waren. Neben diesen Zahlen wurden auch die begleitenden Tätigkeiten seitens der Inspektion dargestellt. Dabei handelte es sich um 45 Veranstaltungen, die durch die Jugendbeamtin Regina Reifenstuhl an den Schulen zu Gewalt-, Sucht- und Medienfeldern durchgeführt wurden, sowie die Tätigkeit des Jugendverkehrserziehers Robert Ruttkowski. Letzterer hat unter anderem das Schulwegtraining an den Kindergärten mit etwa 230 Kinder und die Jugendverkehrsschule mit 245 Teilnehmern durchgeführt. Nicht zuletzt kamen bei den Sicherheitsgesprächen auch die geleisteten Dienste im Wasserschutz und der Alpinen Einsatzgruppe im Bereich Rosenheim zur Sprache.

Wiesseer Polizei-Chef: „Wollen weiter hart arbeiten“

Das Fazit von Dienststellenleiter Heinrich: „Trotz dieser guten Entwicklung wollen wir als Polizeiinspektion weiterhin hart daran arbeiten, um auch zukünftig die Sicherheit der Bewohner und Besucher des Dienstbereichs zu gewährleisten.“ Im Zuständigkeitsbereich der Inspektion wohnen knapp 30 000 Einwohner auf einer Fläche von gut 300 Quadratkilometern. Dazu kommen noch durchschnittlich 3,3 Millionen Tagesausflügler und etwa 370 000 Übernachtungsgäste pro Jahr.

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