+
Heizen mit Hackschnitzeln: Im Kurviertel soll ein neues Energiekonzept realisiert werden. Der favorisierte Standort der Heizzentrale liegt neben dem Badepark. An die Ringleitung können alle Hausbesitzer anschließen.

Weitere Bürgerversammlung angekündigt

Mit Hackschnitzeln heizen: Im Eiltempo zu Nahwärmenetz

  • schließen

Im Wiesseer Kurviertel wird alles aufgerissen: Da könnte neben Hotels und Badehaus auch gleich ein Nahwärmenetz entstehen. Bald soll es mehr Informationen geben - und eine eigene Bürgerversammlung zum Thema.

Bad Wiessee– Eine Bürgerversammlung ist zu wenig: In „zwei, drei Monaten“ werde es in Bad Wiessee eine zweite geben, kündigte Bürgermeister Peter Höß an. Die ist dann ganz dem Thema Energiekonzept gewidmet. Denn dafür blieb bei der ersten Bürgerversammlung kaum Zeit. Wie berichtet, wurden dort die geplanten Groß-Projekte im Kurviertel vorgestellt: das Gesundheitshotel mit medizinischem Zentrum auf dem Jodbad-Gelände und das neue Badehaus der Gemeinde.

Zu später Stunde stellte Höß die Machbarkeitsstudie zum Biomasseheizwerk noch vor. Die Zuhörer waren angesichts der vorangegangenen Präsentationen allerdings schon spürbar ermüdet. Darum, und weil noch wichtige Informationen fehlen, wurde die Diskussion verschoben.

Der Zeitplan für die Realisierung des Konzepts ist allerdings eng. Wie berichtet, könnte das Heizwerk – es soll neben dem Badepark errichtet werden – unter anderem das Hotel auf dem Jodbadgelände mit Wärme versorgen. Dessen Bau beginnt bereits im Frühjahr 2018.

Auf Beschluss des Gemeinderats lässt die Rathaus-Verwaltung derzeit prüfen, ob und wie das Heizwerk samt Ringleitung realisiert werden kann. Alle Häuser, die im Bereich der Leitung liegen, können angeschlossen werden und von der Öko-Wärme profitieren.

Für den Bau wären sechs Millionen Euro zu investieren. Das will die Gemeinde nicht selbst stemmen, sondern sich Partner zur Gründung einer Gesellschaft suchen. Unter der Hand wird eine solche Kooperation nicht geschlossen. „Wenn wir uns dafür entscheiden, gibt es eine Ausschreibung, das läuft alles sauber ab“, erklärte Höß.

Möglich ist das Projekt ohnehin nur, wenn vier Großkunden an das Nahwärmenetz anschließen. Das sind das Unternehmen Sports Medicine Excellence Group (SME) als Betreiber des neuen Gesundheitshotels mit medizinischem Zentrum, das Autohaus Kathan mit fünf Anschlüssen, der gemeindliche Badepark und das geplante Hotel der Familie Strüngmann am Seeufer. Die Verhandlungen mit den Kunden haben erst begonnen.

Von Strüngmanns Hotel-Plänen – immer noch unter Verschluss – sprach Höß bei der Bürgerversammlung nur ganz kurz. Er wisse noch nicht, ob eine öffentliche Präsentation des Entwurfs noch vor der Sommerpause möglich sei, meinte Höß. Vielleicht wird es also eine dritte Bürgerversammlung in Bad Wiessee geben: im Herbst. jm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Michael Pause: „Nicht jedes Youtube-Video ist ein Film“
Zum 15. Mal findet im Oktober das Bergfilm-Festival am Tegernsee statt. Michael Pause (64), bekannt von der BR-Sendung „Bergauf-Bergab“, war von Anfang an mit dabei. Im …
Michael Pause: „Nicht jedes Youtube-Video ist ein Film“
Nach Verpuffung am Wiesseer Jodbad: So geht es den Opfern
Schwere Verletzungen hatten zwei Arbeiter am 21. Juni bei einer Gas-Verpuffung in Bad Wiessee erlitten. Wiessees Bürgermeister Höß weiß, wie es ihnen inzwischen geht.
Nach Verpuffung am Wiesseer Jodbad: So geht es den Opfern
Fritz Wepper nach Reha in Wiessee wieder fit
Er ist munter wie eh und je: Drei Wochen lang hat sich Fritz Wepper nach seinem Zusammenbruch in der Privatklinik Jägerwinkel in Bad Wiessee erholt. Nun ist der …
Fritz Wepper nach Reha in Wiessee wieder fit
Schlimmer Bergunfall: Münchner (36) stürzt in den Tod
Der Münchner ist am Donnerstagmorgen zu den Ruchenköpfen bei Bayrischzell unterwegs. Seine Frau, die zuhause auf ihr gemeinsames Baby aufpasst, schlägt am Abend Alarm - …
Schlimmer Bergunfall: Münchner (36) stürzt in den Tod

Kommentare