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Ein Gläschen aufs neue Jahr: Im Gasthof Zur Post lud die Gemeinde Bad Wiessee am Sonntagmittag zum Neujahrsempfang. Bürgermeister Peter Höß (r.) begrüßte dazu mehr als 100 Bürger.

Neujahrsempfang in Bad Wiessee

Mit Optimismus in die Zukunft

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Die Gemeinde Bad Wiessee geht  höchst zuversichtlich ins neue Jahr. Bürgermeister Peter Höß zeigte beim Neujahrsempfang die Weichenstellungen auf, die sich allmählich auszahlen sollen - von Jodbad über Gewerbesteuer bis Zuzug.

Bad Wiessee Mit schwungvoller Musik umrahmte das Salonorchester Bad Wiessee die nicht minder schwungvollen Worte von Bürgermeister Peter Höß. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Wiessee im Gasthof Zur Post nordete er die Bürger er vor allem wirtschaftlich auf ein dynamisches Jahr ein, ehe er das Buffet für die mehr als 100 Gäste – darunter Geistlichkeit, Gemeinderäte und Vereinsvertreter – eröffnete.

Was 2018 angeht, zeigte sich der Rathauschef höchst positiv gestimmt. Höß ließ die einschlägigen Ereignisse 2017 Revue passieren, um deren Auswirkungen auf dieses Jahr hervorzuheben. Da war etwa der Brand im Rettungszentrum, der eine Deckungslücke zwischen Wiederbeschaffungs- und Restwert der zerstörten Fahrzeuge über 300 000 Euro riss. Großzügigen Spendern sei es zu verdanken, dass diese Summe im ersten Quartal 2018 erreicht sein dürfte. Positives berichtete Höß auch vom Lindenplatz, der nach der Neugestaltung eine hohe Akzeptanz erfahren würde. Dort ansässige Geschäftsleute hätten berichtet, dass sie die beste Saison aller Zeiten gehabt hätten, so Höß. „Auch Unternehmen aus den Nachbargemeinden setzten auf Bad Wiessee“, freute sich der Bürgermeister und nannte Eybel Pralinen aus Waakirchen, die Konditorei Krupp aus Rottach-Egern, die das Café Schweiger übernommen hat, und Korbinian Kohler mit dem Kauf des Wiesseer Hofs.

In Sachen Jodschwefelbad betonte Höß, dass dort alles seinen Gang gehe und dass die Schweizer SME die Kaufoption nur so spät gezogen habe, weil die Verhandlungen aufgrund von Gutachten und Expertise erst kurz vor Weihnachten zum Abschluss gebracht worden seien. Eine einmonatige Nachfrist für die Zahlungsvolumen sei vorausschauend ins Vertragswerk eingearbeitet worden. „Für mich ist die Entwicklung eine Bestätigung, dass wir sowohl mit den Investoren als auch mit dem Konzept goldrichtig liegen. Für uns ist es eine komfortable Lage, dass es unter Umständen mit dem Medical Park, der zu 100 Prozent in den Vertrag einspringen würde, einen Plan B gibt“, sagte Höß. Die Abbrucharbeiten auf dem Jodbadgelände sollen bekanntlich bis zum Frühjahr abgeschlossen sein. Investitionswilligen Anliegern bot Höß an, sie mit Kontakten in Sachen Förderungen unterstützen zu wollen. „Solche Förderungen vom Staat sind keine Steuerverschwendung, wie man das beim Mizu Onsen Spa im Bachmair Weissach öfter gehört hat“, sagte der Wiesseer Bürgermeister. „Sie kommen vielmehr siebenfach zurück und funktionieren wie der Marschall-Plan nach dem Krieg.“

Die Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes von bislang 350 auf 240 Prozent zeige schon Ergebnisse: „Mehrere Firmen haben ihren Sitz nach Wiessee verlegt oder wollen es noch tun.“ Höß rechnet daher auch mit „deutlich höheren“ Gewerbesteuereinnahmen. Aktuell lägen einige konkrete Nachfragen wegen fehlender Gewerbeflächen auf Eis. Deshalb die Bitte: Wer in Wiessee 100 bis 150 Quadratmeter große Räumlichkeiten mit Kochecke, Toilette, Parkplätzen und Breitbandanschluss habe, möge sich melden.

Höß freute sich darüber, dass Bad Wiessee seit Jahreswechsel mehr als 5000 Einwohner habe – vor allem Menschen, die ihren dritten Lebensabschnitt in Bad Wiessee verbringen wollen. Der Bürgermeister bat, sie in die Vereine einzubinden. Er stellte dem VdK-Ortsverband, der Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal, dem Seniorennachmittag der evangelischen Kirche, dem Altenclub der katholischen Kirche, dem Mehrgenerationenhaus in Rottach-Egern und dem Bürgerstüberl in Bad Wiessee jeweils eine Spende von 300 Euro in Aussicht. „Unsere Senioren sollen sich gut aufgehoben fühlten. Es soll schön sein, dass man alt wird, nicht traurig.“

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