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Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer: Wurde er betrogen?

Betreiber Josef Niedermayer hegt schlimmen Verdacht

Spielarena: Griff Mitarbeiter in die Kasse?

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Bad Wiessee - Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer hegt einen schlimmen Verdacht: Sein Mitarbeiter Mario D., dem er die Finanzen anvertraut hatte, könnte in die Kasse gegriffen haben. 

Hat Mario D. tatsächlich Tageseinnahmen der Wiesseer Spielarena in seine Tasche gesteckt, oder ist da einfach etwas aus dem Ruder gelaufen? Josef Niedermayer, Betreiber der Spielarena, kann nichts beweisen, er hegt aber einen schlimmen Verdacht gegen seinen Mitarbeiter, dem er sämtliche Finanzgeschäfte des Vergnügungsparks anvertraute. 

Dass Mario D. keine saubere Vergangenheit haben könnte, wusste Niedermayer, als er ihn vor zwei Jahren anstellte. Mario D. kam aus Kassel. Dort soll der Versichrungsvertreter und Ex-Vorsitzende des Handballvereins HSG Zwehren Kunden bei Versicherungsverträgen, Baufinanzierungen und Anlagen um ihr Geld gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, verurteilt wurde der Mann aber nicht. „Er hat mir von der Geschichte erzählt, ich habe ihm eine Chance gegeben und ihm vertraut“, sagt Niedermayer. Blind vertraut. Ihm gefiel es, dass Mario D. sich gut in Buchführung auskannte, ein gutes Auftreten hatte und sich für das Wohl der Spielarena einsetzte. 

Anfangs lief alles gut, doch irgendwann begann Niedermayer zu zweifeln. Nach einem schlechten, weil heißen Sommer 2015, lief das Geschäft nämlich wieder wesentlich besser. „Doch die Einnahmen haben nicht gepasst“, sagt Niedermayer. Mario D. merkte offenbar, dass Niedermayer misstrauisch wurde und eine Kündigung im Raum stand. Da verschwand er spurlos. Wohin genau, das weiß Niedermayer nicht. Er habe vor wenigen Tagen immerhin einen Brief erhalten, in dem der Mitarbeiter über das zerstörte Vertrauen schreibt. 

Fest steht: Niedermayer kann nichts beweisen. Daher sieht er auch von einer Anzeige ab. Er richtet lieber den Blick nach vorne, schließlich soll der Indoor-Spielplatz auch Stammgästen ständig neue Varianten bieten. Gerade baut Niedermayer eine E-Kart-Bahn ein, die neue Attraktion soll bis zum Pfingstwochenende fertig sein. Draußen müssen zwölf Parkplätze angelegt werden, die laut einer neuen Stellplatzverordnung nötig sind. Die Tennisplätze sind auf Vordermann zu bringen. Bis Oktober ist Niedermayer noch dafür zuständig, dann kann die Gemeinde über das Gelände verfügen. Sie benötigt die Fläche für das Jod-Schwefelbad-Projekt. Bis Herbst 2021 läuft der Pachtvertrag für die Spiel-Arena noch. Was dann passiert, ist offen. Der umstrittene Abriss-Beschluss des Gemeinderats vom Januar, der eine Unterschriftenaktion zur Folge hatte, ist bekanntlich vom Tisch. 

Am Dienstag im Bauausschuss machte der Betreiber reinen Tisch – zumindest, was die Genehmigung seiner bereits ausgeführten Umbauten im Inneren betrifft. Der Bauantrag für eine Galerie und eine gastronomisch genutzte Empore standen zur Debatte.

gr

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