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Weil Netto womöglich dicht macht: Aktive Wiesseer fordern Höß zum Handeln auf

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Von: Gerti Reichl

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Netto Bad Wiessee Offener Brief
Der Wiesseer Netto-Markt schließt womöglich. © THOMAS PLETTENBERG

Der Netto-Markt im Wiesseer Zentrum soll womöglich schließen. Jetzt fordern die Geschäftsleute die Gemeinde in einem Offenen Brief zum Handeln auf.

Bad Wiessee – Die Nachricht von der möglichen Schließung des Netto-Einkaufsmarktes am Rathausweg ruft die Wiesseer Gewerbetreibenden auf den Plan. In einem Offenen Brief wendet sich Robert Kühn, Vorsitzender des Vereins Aktive Wiesseer, jetzt an Bürgermeister Peter Höß sowie die Mitglieder des Gemeinderats.

„Der Wegfall dieser zentral gelegenen Einkaufsmöglichkeit schadet dem gesamten Ortskern und dem Handel vor Ort“, schreibt Kühn, der auch den SPD-Ortsverein leitet und als möglicher Bürgermeisterkandidat in den Startlöchern steht. Den Bürgern werde die Möglichkeit einer günstigen Nahversorgung genommen. „Damit geht dem Ortskern Frequenz verloren“, so Kühn. Der Handel lebe aber von Frequenz und sei dringend darauf angewiesen, so der Vorsitzende, der selbst ein Schuhgeschäft in Bad Wiessee betreibt. „Wir müssen sicherlich nicht darauf hinweisen“, heißt es in dem Brief, „dass die Frequenz schon seit Jahren drastisch zurückgeht und damit auch der Umsatz vor Ort.“

Lesen Sie hier, was mit dem alten Handwerkerhof passiert.

Offener Brief: Fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten gewünscht

Die Gewerbetreibenden fordern Höß und die Gemeinderäte auf, sich Gedanken zur Stärkung des Ortskerns und zum Erhalt einer ordentlichen Nahversorgung zu machen. Jeder weitere Leerstand schade massiv den noch verbleibenden Händlern. „Wir brauchen keine Einkaufsmöglichkeiten, die man nur mit dem Auto erreichen kann, sondern zu Fuß oder mit dem Rad. Dies trägt zudem zur Entlastung des Verkehrs und der Nachhaltigkeit bei“, so Kühn, der sich seinerseits Gedanken macht.

Offener Brief: Was passiert mit dem Grühn-Areal?

Er erinnert in dem offenen Brief erneut an die Entwicklung des Grühn-Areals, auf dem das inzwischen geschlossene Hotel Ritter steht. Was auf dem Gelände entsteht ist offen. Für Kühn würden sich dort „ungeahnte Möglichkeiten“ mit einer nachhaltigen Stärkung des Ortskerns ergeben. „Wie ist hier der Stand der Dinge?“, will Kühn von Höß wissen. Und: „Ist gemeinsam mit einem potenziellen Investor beispielsweise ein Ideenwettbewerb geplant?“ Es gelte „umsichtige Gespräche“ zu führen, so Kühn. Die gelte, so der Vorschlag des Gewerbetreibenden, auch für Gespräche über die Ansiedlung eines Drogeriemarktes in den Geschäftsräumen des Netto-Marktes.  

gr

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