Die Mutter-Kind-Station des Paphlu-Hospitals wurde schmerzlich vermisst. Nun können die Frauen hier wieder ihre Kinder zur Welt bringen.
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Die Mutter-Kind-Station des Paphlu-Hospitals wurde schmerzlich vermisst. Nun können die Frauen hier wieder ihre Kinder zur Welt bringen.

Erneut viele Spenden aus Bad Wiessee

Nach Lockdown: Hospital der Hillary-Stiftung in Nepal darf wieder öffnen

Wochenlang musste das Paphlu-Hospital am Fuße des Mount Everest wegen Corona schließen. Jetzt gibt es einen Lichtblick, berichtet die Wiesseerin Ingrid Versen. Ihre Stiftung unterstützt die Klinik seit vielen Jahren.

  • Die Corona-Pandemie trifft die Menschen in Nepal mit voller Wucht
  • Das Paphlu-Hospital der Wiesseer Hillary-Stiftung musste wochenlang schließen
  • Seit Kurzem darf die Klinik nun wieder Patienten behandeln

Bad Wiessee – Auch die Menschen in Nepal hat die Corona-Krise schwer getroffen. Viele Wochen musste beispielsweise das Paphlu-Hospital am Fuße des Mount Everest wegen der Ausbreitung des Virus geschlossen bleiben. Auch Schwangere, die für gewöhnlich viele Tagesmärsche auf sich nehmen, um ihr Kind in dem auf 2467 Metern gelegenen Krankenhaus zur Welt bringen zu können, konnten nicht aufgenommen werden. Jetzt gibt es einen Lichtblick, wie die Wiesseerin Ingrid Versen, Vorsitzende der Sir Edmund-Hillary-Stiftung Deutschland, berichtet: „Wir sind froh und dankbar, dass nach wochenlangem Lockdown unser Paphlu-Hospital wieder geöffnet werden konnte“, teilt die engagierte Wiesseerin mit. Ihre Stiftung sorgt seit vielen Jahren für den Unterhalt des Krankenhauses.

Aus Deutschland kamen zusätzliche Spenden für Hygienemittel

Auch vor Ort sind die Menschen erleichtert. „Wir sind nun wieder voll belegt und versuchen, weitere Betten zu beschaffen“, erklärt Dr. Mingmar Gyalzen, der sich zugleich für die zusätzlichen Spenden in Höhe von insgesamt 10.000 Euro aus Deutschland bedankte. Mit dem Geld sollen umfangreiche Hygienemittel angeschafft werden.

Versen: „Unsere Sherpas sind sehr tapfer und geben nie auf“

Die Lage in Nepal ist laut Ingrid Versen nach wie vor sehr ernst. Die Sherpas im Khumbu-Gebiet können derzeit ihren Lebensunterhalt nicht verdienen. Neben Covid-19 hat auch der heftige Monsun das Land voll im Griff. Keine Touristen, keine Arbeit, kein Lohn. Viele leben von nur einer Mahlzeit pro Tag, weiß Versen. „Unsere Sherpas sind sehr tapfer und geben nie auf, was auch unserem Stiftungsgründer Edmund Hillary stets imponiert hat“, sagt Versen. Ihr Dank gilt allen, die die Zusatzspenden in diesen schwierigen Zeiten ermöglicht haben.

„Wir werden auch weiterhin alles tun, um vor allem die Mutter-Kind-Station in unserem Hospital offen zu halten“, verspricht die Vorsitzende der deutschen Stiftung. Nähere Informationen über die Arbeit der Hillary-Stiftung, inklusive ein Video, finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.hillary-stiftung.de.

mm

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