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Bernhard Kaiser vom TTT-Beirat drängt auf ein Gespräch.

Wegen Alleingang der Bürgermeister

Köhl-Affäre verärgert TTT-Beirat

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Rottach-Egern - Nach dem Rauswurf des TTT-Chefs Stephan Köhl herrscht Gesprächsbedarf. Vor allem beim privaten Tourismus-Beirat. Er war bei der Entscheidung nicht eingebunden. 

Am Ende soll kein Scherbenhaufen stehen. Das hat sich Bernhard Kaiser als Sprecher des Beirats der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) zum Ziel gesetzt. Der Wiesseer Hotelier will die Causa Köhl nicht weiter eskalieren lassen, sondern drängt auf ein möglichst schnelles Treffen der Bürgermeister mit dem TTT-Beirat: „Wir müssen das Ganze besprechen.“ „Das Ganze“, das ist die allein von den Bürgermeistern als TTT-Gesellschafter getroffene Entscheidung, den Vertrag mit dem neuen Geschäftsführer Stephan Köhl wieder zu lösen. 

Der Alleingang hatte bei den Mitgliedern des TTT-Beirats – vornehmlich örtliche Unternehmer – für erhebliche Irritationen gesorgt. Schließlich hat erst kürzlich eine Sitzung mit Beirat und Bürgermeistern auf dem Wallberg stattgefunden. „Dort haben die Bürgermeister betont, dass sie eng mit uns zusammenarbeiten wollen“, erinnert Kaiser. 

Ein Zugeständnis, das nicht von ungefähr kommt. Bis vor Kurzem hatte ein Teil der jetzigen Beiratsmitglieder Stimmrecht in der Tourismus-Gesellschaft. Das änderte sich mit der neuen TTT-Satzung, die genau darum sehr umstritten war. Statt der sechs privaten Gesellschafter hat die TTT jetzt einen zwölfköpfigen Beirat. 

Die Verärgerung hinter den Kulissen über den Alleingang der Bürgermeister ist groß. Man dachte aus Protest an den sofortigen Rücktritt. Kaiser hat inzwischen auch ein gewisses Verständnis für das Vorgehen der Bürgermeister: „Die hatten Angst, juristisch etwas falsch zu machen.“ Der Beirat wünsche sich aber mehr Vertrauen. 

Inzwischen sehen es auch Wiessees Bürgermeister Peter Höß und seine Kollegen als Fehler an, das private Gremium nicht beteiligt zu haben. „Auch wir bedauern im Nachhinein, dass die Kommunikation mit dem Beiratsvorsitzenden vor der Sitzung am 31. März nicht erfolgt ist“, erklärt Kreuths Rathauschef Josef Bierschneider. Den Bürgermeistern sei sehr daran gelegen, „zeitnah zusammen mit dem gesamten Beirat unsere Überlegungen hinsichtlich der zukünftigen Leitung der TTT GmbH auszutauschen und im gemeinsamen Gespräch dann eine Lösung zu erarbeiten."

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