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Hier an der Freihausstraße , wo der Natureisplatz (r.) angrenzte, sollen drei Einfamilienhäuser entstehen. 

Neue Pläne für Grundstück am ehemaligen Wiesseer Natureisplatz

Nicht glücklich mit „Spekulationsobjekt“

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Verkauft an den Meistbietenden. Ein Grundstück an der Freihausstraße, neben dem früheren Natureisplatz, beschäftigte wieder einmal den Bauausschuss. Der ist nicht glücklich. 

Bad Wiessee – Der Natureisplatz an der Freihausstraße war fast 100 Jahre ein beliebter Treffpunkt im Winter. Er musste aufgegeben werden, weil ein Bauprojekt in den Startlöchern stand und der Gemeinde der Erhalt des Platzes nicht machbar erschien. Vor allem auch deshalb, weil er teilweise in einem Biotop lag. Der Eisplatz ist Geschichte, und inzwischen ist ein neuer Platz für Schlittschuhläufer an der Hagngasse eingerichtet.

Das Bauprojekt, wegen dem die Gemeinde den Platz opfern musste, ist nun aber vom Tisch, wie sich bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gezeigt hat. Die Erben des inzwischen abgerissenen Fremdenheims Findewirth wollten ursprünglich ein Dreifamilienhaus errichten, zudem war ein Doppelhaus geplant. Das Okay des Landratsamts hatten sie schon.

Doch jetzt kommt alles anders. „Das Gelände wurde an den Meistbietenden verkauft“, kommentierte Bauamtsleiter Helmut Köckeis den Tagesordnungspunkt, mit dem sich das Gremium befassen musste: einem Vorbescheidsantrag zum Bau von drei Einfamilienhäusern mit Garagen. „Jahrelang hat der Bauausschuss damit rumgetan. Jetzt geht das Spiel von vorne los“, sagte Köckeis, Er fügte aber auch hinzu, dass es Dinge gebe, die sich im Laufe der Zeit verbessern – und da gehört das Bauprojekt an der Freihausstraße seiner Meinung nach dazu.

Die drei Häuser, so Köckeis, hätten jeweils Größen von 14,50 mal 7,10 Metern und Wandhöhen von je 5,80 Meter. Im Gegensatz zum früheren Vorhaben wäre das Untergeschoß nicht frei gelegt, lediglich die Verandas der Häuser müssten auf Stützen gebaut werden. Dass die Einfamilienhäuser weiter vom Gehweg an der Freihausstraße weggerückt wären, als dies vorher der Fall war, sei ein weiterer Vorteil. „Alles in allem würde sich die Situation aus städtebaulicher Sicht mit dem neuen Antrag verbessern“, glaubte Köckeis, der nichts Negatives anzumerken hatte.

Doch ganz glücklich waren die Mitglieder dennoch nicht. Er hoffe nicht, dass hier dauernd die Rollläden heruntergelassen sind und es sich um eine reine Kapitalanlage handeln werde, sagte Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD). Er ist überzeugt: „Das ist ein reines Spekulationsobjekt, ich bin absolut nicht glücklich.“ Auch Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) fand, dass dieser Fall einer vernünftigen Ortsentwicklung nicht dienlich sei. „Aber wir müssen es hinnehmen.“ Immerhin sei die kleinteilige Bebauung ein Vorteil gegenüber der früheren Planung. Außerdem sei die Versiegelung der Fläche jetzt deutlich reduziert. Kurt Sareiter (CSU) fand allerdings, dass die aktuelle Anfrage die „bisher vernünftigste“ sei. Der Meinung Hubers, wonach die Gemeinde den Grund hätte kaufen sollen, konnte Sareiter nicht folgen: „Die Gemeinde kann nicht alles kaufen.“ Einstimmig war der Bauausschuss am Ende mit der Anfrage einverstanden. 

gr

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