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Jede Menge Spaß haben Kinder und Jugendliche in der Spielarena von Betreiber Josef Niedermayer (h.). Sein Pachtvertrag läuft bis 2021.

SPD-Antrag an Gemeinderat 

Neue Spielarena an neuem Standort in Bad Wiessee?

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Für die Wiesseer Spiel-Arena in der alten Tennishalle tickt die Uhr. 2021 endet der Pachtvertrag. Die SPD fordert in einem Antrag, per Ausschreibung einen Investor und Betreiber für ein ähnliches Angebot zu suchen - an einem neuen Standort.

Bad Wiessee – „Die Zeit ist reif“, findet Robert Huber (SPD). Auch wenn es Gründe gäbe, noch abzuwarten. Huber führt die Geschicke des Ortes als Interims-Bürgermeister bis zur Genesung von Peter Höß. 2020 ist Kommunalwahl. Die Verantwortlichkeiten werden wechseln. Trotzdem will Huber jetzt die ersten Pflöcke für eine neue Spielarena setzen. Sein Vorschlag: Die Gemeinde Bad Wiessee bringt eine öffentliche Ausschreibung auf den Weg. Dies mit dem Ziel, ab 2021 einen privat geführten Spaß- und Spielepark für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre im Gemeindegebiet zu errichten und zu betreiben. So heißt es in einem Antrag, den die SPD-Fraktion und der SPD-Ortsvorstand im Rathaus eingereicht haben. Die Spielarena sei ein Alleinstellungsmerkmal von Bad Wiessee, meint der SPD-Ortsvorsitzende Robert Kühn. „Dieses gilt es auch in Zukunft zu erhalten.“ Zur Debatte steht der Antrag voraussichtlich erst in der März-Sitzung.

Um das Thema Spielarena anzupacken, bleibt tatsächlich nicht viel Zeit. „Es ist 2019, und SME hat mit dem Bau angefangen“, erinnert Huber. Gleich neben der alten Tennishalle, dem derzeitigen Domizil der Arena, wachsen bis Ende 2021 ein Luxus-Hotel mit 121 Zimmern, Wellness- und Sportbereich sowie ein medizinisches Funktionsgebäude aus dem Boden. Eine noble Anlage wird es sein, die optisch gut zum ebenfalls im Bau befindlichen Badehaus der Gemeinde passt. In dieses Ensemble passt die marode Halle ganz und gar nicht hinein. „Am Abriss führt kein Weg vorbei“, sagt Huber.

Die Halle gehört der gemeindlichen Jodbadgesellschaft, der Pachtvertrag mit Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer läuft bis 2021. Wie berichtet, hatte Niedermayer in der Vergangenheit schon einen Umzug ins Auge gefasst. Es gab Gespräche über den Bau einer neuen Halle unterhalb des Kletterwalds in Ostin. Dies scheiterte am Investitionsvolumen. Niedermayer entschied, bis zum Ende des Pachtvertrags zu bleiben. Er selbst wird 2021 71 Jahre alt sein.

Mit der Ausschreibung will Huber erkunden, ob es Interessenten für den Weiterbetrieb der Arena in Bad Wiessee gibt. „Da könnte sich auch Herr Niedermayer bewerben“, meint Huber. Aktuell habe er noch keinen Betreiber im Blick. Er wolle aber auf Unternehmen zugehen, die andernorts ähnliche Einrichtungen betreiben. „Vielleicht hat da jemand Interesse, das auch in Bad Wiessee anzubieten.“

In eigener Regie werde die Gemeinde keine neue Arena bauen und betreiben, macht Huber klar: „Das schließe ich aus.“ Doch bei der Grundstückssuche könne die Gemeinde behilflich sein, eventuell eine eigene Fläche zur Pacht anbieten. So ist es im Antrag der SPD festgehalten. „Als mögliche Standorte bieten sich Flächen in der Nähe von Sportanlagen oder Schulen/Kindergärten an“, heißt es dort.

Huber hofft auf die Zustimmung des Gemeinderates. Dass die Spielarena auch den Vertretern der anderen Fraktionen am Herzen liegt, steht außer Frage. Um den Abriss der bestehenden Arena hatte es im Zuge des Bebauungsplans für das SME-Projekt heftige Debatten gegeben. Aktuell ist alles offen. Der Gemeinderat hat zur Zukunft der Halle und die Fortsetzung des Pachtvertrags noch keinen Beschluss gefasst. Man wollte die Entscheidung dem 2020 neu zu wählenden Gemeinderat überlassen. Doch forderte Florian Sareiter (CSU) bei einer Debatte im Juni, die Arena über das Jahr 2021 hinaus zu erhalten. Sie habe einen „irrsinnigen Freizeitwert“.

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