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Laufsteg der besonderen Art: Bürgermeister Peter Höß, TTT-Chef Christian Kausch, Bernhard Kaiser vom Kur- und Verk ehrsverein sowie Gemeinderat Rolf Neresheimer (von vorne nach hinten) testeten bei der Einweihung den neuen Barfußpfad.

Neuer Barfusspfad in Bad Wiessee ist eingeweiht

Schmerzhafter Testlauf an der Seepromenade

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Viele Bauprojekte in Bad Wiessee stecken in der Planungsphase - eines jedoch ist seit Kurzem vollendet. Am Freitag wurde es einem ersten Test unterzogen. Für manchen war das eine schmerzhafte Angelegenheit.

Bad Wiessee – Es ist wohl höchst selten, dass Wiessees Rathaus-Chef Peter Höß barfuß radelnd zu einem offiziellen Termin erscheint. Am Freitagnachmittag jedoch passten die nackten Bürgermeister-Füße hervorragend zum Anlass. Die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) hatte zur Einweihung des neuen Barfußpfades an der Wiesseer Seepromenade – direkt an der Mündung des Zeiselbachs – geladen. „Eines der größten Bauprojekte Bad Wiessees ist damit erledigt“, scherzte TTT-Geschäftsführer Christian Kausch. Und wenn es sich in Wahrheit auch um ein eher unspektakuläres Bauwerk handelt, so hat der kürzlich fertig gestellte Pfad doch eine lange Vorgeschichte.

„Die Idee hatten die Wiesseer Gastgeber schon sehr oft angebracht“, meinte Bernhard Kaiser, Vorsitzender des Wiesseer Kur- und Verkehrsvereins. Jetzt endlich habe man den Barfußpfad am See realisieren können. Dazu waren laut Kaiser etliche bürokratische Hürden zu überwinden. Unter anderem musste die Naturschutzbehörde überprüfen, ob hier nicht etwa der streng geschützte Kriechende Sellerie wächst. Erst dann gab’s das behördliche Okay und der Bau des zweimal zehn Meter langen Pfades konnte beginnen.

Zu verdanken ist die Realisierung auch dem Umstand, dass in Bad Wiessee kürzlich die so genannte Jungbrunnen-Studie durchgeführt wurde. Weil die Vermieter ihre Zimmer für die Testpersonen unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatten, „wurde bei der Studie viel Geld gespart“, erklärte Kausch. Den Betrag habe man nun in den neuen Barfußpfad gesteckt und so der Allgemeinheit in Bad Wiessee zugute kommen lassen.

Bürgermeister Höß bedankte sich beim Kur- und Verkehrsverein sowie allen anderen Beteiligten für ihr Engagement. Gemeinsam mit der nahen Kneipp-Anlage zum Wassertreten bilde der neue Barfußpfad ein stimmiges Ensemble an diesem Platz. Besonders praktisch: Nach Überwinden des Pfades „kann man sich im See oder im Bach auch gleich die Füße waschen“, meinte Höß, ehe er gemeinsam mit den anderen Gästen der Einweihungsfeier das Wegerl „eigenfüßig“ testen durfte.

Während der Rathaus-Chef die Balken, Hölzer und spitzen Steine recht gelassen überschritt, sah man bei anderen durchaus gequälte Gesichter. Wie gut, dass der Pfad rundrum mit einem Handlauf ausgestattet ist, an dem sich Spaziergänger mit empfindlicheren Füßen zusätzlich abstützen können.

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