+
Bei einer Ortsbesichtigung im Frühjahr hatte sich herausgestellt, dass der geplante Neubau beim Hotel Bussi Baby den Blick auf die Kirche verstellen würde. Korbinian Kohler plante daraufhin um.

Wiesseer Gemeinderat stimmt Plänen Korbinian Kohlers zu

Im zweiten Anlauf hat‘s geklappt: Das Bussi-Baby-Personalhaus kann kommen

  • schließen

Korbinian Kohler hat grünes Licht: Im zweiten Anlauf wurden die Pläne des Hoteliers für den Bau eines Personalhauses beim Bussi Baby in Bad Wiessee abgesegnet. Kohler will nun keine Zeit mehr verlieren.

Bad Wiessee – Im Mai dieses Jahres war Korbinian Kohler – unter anderem Eigentümer des Hotels Bachmair Weissach und des Bussi Baby in Bad Wiessee – erstmals mit seinen Plänen in der Gemeinde vorstellig geworden: Um dringend benötigten Wohnraum für seine Mitarbeiter zu schaffen, möchte der Gastronom den alten Anbau des Wiesseer Hotels abreißen lassen und durch ein zeitgemäßes Personalwohnheim mit 43 Appartements ersetzen.

Im Grundsatz kam die Idee schon damals gut an, doch erschien dem Gemeinderat der Neubau zu hoch. Und tatsächlich: Bei einem Ortstermin wenige Wochen später stellte sich heraus, dass der mit vier Stockwerken geplante Baukörper den Blick auf die denkmalgeschützte Kirche Maria Himmelfahrt verstellen würde – Kohler musste umplanen.

Mit der neuen Variante des Personalhauses, das jetzt nurmehr drei Stockwerke, dafür aber eine üppigere Breite aufweist, konnte sich der Gemeinderat anfreunden. Dementsprechend segnete er in der jüngsten Sitzung den geänderten Bebauungsplan einmütig ab. Kohler freut’s. Der Unternehmer hat trotz Umplanung lobende Worte für den Gemeinderat und die Rathaus-Verwaltung parat: „Das war ein sehr professionelles, vernünftiges Miteinander“, erklärt Kohler auf Nachfrage.

Im Gemeinderat haderte einzig Ingrid Versen (CSU) noch immer ein wenig mit dem geplanten Neubau. Sie vermisse im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens eine Stellungnahme der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT), erklärte Versen. Immerhin sei das Ensemble aus Gasthaus und Kirche an dieser Stelle „einmalig weit und breit“. Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) wies noch einmal darauf hin, dass das künftige Personalhaus deutlich an Höhe abgespeckt habe und „damit die Kirche zu sehen ist wie jetzt auch“. Und auch Kohlers Architekt Ralph Gierlinger machte deutlich, dass man das Objekt gemäß der Forderung des Gemeinderats „auf ein Minimum“ reduziert habe.

Lesen Sie hier: Korbinian Kohler will noch mehr: Ein Bussi Baby für jede große Stadt

Wie das Beteiligungsverfahren zeigte, steht dem Vorhaben Kohlers auch aus behördlicher Sicht grundsätzlich nichts entgegen. Allerdings hatte die Untere Naturschutzbehörde darauf hingewiesen, dass der Gehölzbestand am Nordhang zwischen Kirche und Hotel als „ökologisch wertvoll“ einzustufen sei. Eine Beseitigung komme daher nicht in Frage.

Eine kritische Anmerkung gab’s auch von der Unteren Immissionsschutzbehörde. Sie stufte die „relativ geringen Abstände“ zwischen den Stellplätzen des Hotels und dem künftigen Gebäude mit seiner Wohnnutzung als problematisch ein. Ein daraufhin in Auftrag gegebenes Schallgutachten kam zu dem Schluss, dass die „Frequentierung“ bestimmter Hotelparkplätze während der Nachtzeit nicht zulässig sei. Beide Punkte seien bereits berücksichtigt und würden gelöst, versicherte der Architekt.

Damit hat Kohler freie Bahn. Vermutlich im März oder April kommenden Jahres werden laut dem Hotelier der Abriss des alten Anbaus und der Startschuss für den Neubau erfolgen. Gebaut wird in Modulbauweise, viele Teile sind hier bereits vorgefertigt. Kohler rechnet daher mit einer „relativ kurzen Bauzeit“. Im September könnte das neue Personalhaus beim Bussi Baby stehen.

Auch interessant: Positiver Beschluss im Gemeinderat: Strüngmann-Hotel am See nimmt die nächste Hürde

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Speed Dating“ mit den Kandidaten
Drei-Minuten-Talk mit den Kandidaten: Dazu ist beim Speed Dating am Sonntag, 1. März, in Bad Wiessee Gelegenheit.
„Speed Dating“ mit den Kandidaten
Das Schmiedefeuer brennt weiter: Wiesseer Traditionsfirma Grauvogl in neuen Händen
Seit 99 Jahren brennt das Schmiedefeuer in der Wiesseer Metallbau-Firma Anton Grauvogl. Es wird auch mit Grauvogls Rückzug in den Ruhestand nicht erlöschen. 
Das Schmiedefeuer brennt weiter: Wiesseer Traditionsfirma Grauvogl in neuen Händen
U18-Wahl am 6. März: „Wir rechnen mit über 1000 Teilnehmern“
Bei der U18-Wahl des Kreisjugendrings (KJR) können Jugendliche am 6. März ihre Stimme abgeben – zum ersten Mal über die Webseite des KJR. Das steckt dahinter.
U18-Wahl am 6. März: „Wir rechnen mit über 1000 Teilnehmern“
Ein Eisplatz für Bad Wiessee: Die Suche geht weiter
Der Winter neigt sich dem Ende zu - unterdessen geht in Bad Wiessee die Suche nach einem Standort für einen neuen Eisplatz weiter. Spätestens zur nächsten Saison soll es …
Ein Eisplatz für Bad Wiessee: Die Suche geht weiter

Kommentare