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Gesprächsrunde auf Einladung der CSU. Florian Sareiter (am Stehtisch) legte seine Ideen für die Schaffung von Bauland für Einheimische dar. 

CSU-Ortsgespräch

Nur noch für Einheimische? CSU will Investoren in Wiessee zurückdrängen

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Was bleibt für Familien, wenn Grund und Boden nur für Millionäre zu haben sind? Die Wiesseer CSU machte dies zum Thema eines Ortsgesprächs. Die Idee und Reaktionen:

Bad Wiessee – Der CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter hatte sich eine feurige Diskussion gewünscht. Da schadet es nicht, die Einladung dramatisch zu formulieren. „Bad Wiessee in Investorenhand – Was bleibt für unsere Familien?“ hieß es dort.

Das ließ aufhorchen. Auch Thomas Lange, im Rathaus zuständig für die Liegenschaften, wollte hören, welchen Kurs die CSU zum Thema Bauland im Visier hat. Neben ihm nahmen der SPD-Fraktionschef Bernd Kunze-Fechner und der SPD-Ortsvorsitzende Robert Kühn Platz. Insgesamt füllten 55 Gäste den Raum.

Dass der Schuh drückt, machte Michael Beck klar, selbst Mitglied des CSU-Vorstands. „Bei uns kann sich’s ja keiner leisten, noch was zu bauen“, meinte er. Um das zu ändern, peilt Florian Sareiter die Ausweisung eines neuen Einheimischenprogramms an. Ein größeres gab’s zuletzt im Jahr 2010. 2012 wies die Gemeinde acht Familiengrundstücke am Quercherfeld aus. Heuer vergab das Kommunalunternehmen ein einzelnes Grundstück, 490 Quadratmeter groß. „Dafür gab’s 35 Bewerber“, berichtete Sareiter. Ein neues Einheimischenprogramm, findet er, ist überfällig. Aber woher die Flächen nehmen? 

Sareiters Idee: Zum einen könnten Investoren verpflichtet werden, im Zuge größerer Ausweisung einige Flächen günstig abzutreten. Zum anderen sei zu überdenken, ob nicht vereinzelt Grundstücke im Außenbereich baureif gemacht werden könnten, um Einheimischen zum Eigenheim zu verhelfen. Möglichkeiten eröffnet Sareiters Ansicht nach ein Sahne-Grundstück im Kurviertel. 9000 Quadratmeter bebaubare Fläche besitzt die Gemeinde dort noch. „Unser Tafelsilber“, sagt Sareiter. Es könnte einen Tausch ermöglichen: eine kleine Fläche in Premiumlage gegen eine größere für ein Einheimischenprogramm.

Aber ist es überhaupt das Ziel, Bauland für Einheimische zu schaffen? Gefordert wurde dies aus den Reihen der Zuhörerschaft nicht. Im Gegenteil. Landwirtschaftlich genutzte Flächen zu bebauen, kommt für Georg Erlacher, CSU-Gemeinderat und Landwirt, nicht in Frage. „Ich bin strikt dagegen. Es ist so schön, dass wir noch grüne Flächen haben.“ Kurt Sareiter, ebenfalls CSU-Gemeinderat, erinnerte an den vor Kurzem erstellten Flächennutzungsplan: „Da sind wir alle Flächen durchgegangen.“

Einen CSU-Antrag für ein neues Einheimischenprogramm wird es so schnell nicht geben, das war nach der Versammlung klar. Im Auge hat Florian Sareiter die Forderung nach einer Bestandsaufnahme des Bedarfs und das Bestreben, Investoren in die Pflicht zu nehmen.

Mehr Emotionen als das Thema Bauland weckte die Sorge um den Bestand der Spielarena. Damit wird sich die nächste Gemeinderats-Generation zu befassen haben: Der Pachtvertrag läuft noch bis 2021. Die Arena müsse auch darüber hinaus Bestand haben, war sich die Runde einig. Schließlich gebe es wenig Attraktionen für Familien in Bad Wiessee. Deren Bedürfnisse sollen auch beim Badepark im Mittelpunkt stehen, machte Sareiter klar. Da sei sich der Gemeinderat einig – auch wenn sich auf der Homepage der Freien Wähler noch eine Erklärung von Bürgermeister Peter Höß finde, warum der Badepark abgerissen werden muss. Seine Meinung in dieser Sache hat Höß bekanntlich längst geändert. Inzwischen, so Sareiter, habe der Arbeitskreis Badepark seine Arbeit aufgenommen: „Da wollen wir die Bürger auch mitnehmen.“

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