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Im neuen Badehaus werden die Bäder in edlem Ambiente verabreicht.

Schlagabtausch zwischen Vize-Bürgermeister und Ex-Geschäftsführer des Jodbads

Okay der Kasse für Badehaus: Huber legt Stellungnahme vor

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Bad Wiessee - Schlagabtausch zwischen Wiessees Vize-Bürgermeister Robert Huber und Hans-Jörg Rippe, Ex-Geschäftsführer der gemeindlichen Jodbad-Gesellschaft in Sachen Badehaus: Jetzt legt Huber Stellungnahme der Kasse vor.

Bad Wiessees Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) verkündet erfreut, die Kassenzulassung fürs geplante Badehaus der Gemeinde sei in trockenen Tüchern – und der frühere Geschäftsführer der gemeindlichen Jod-Schwefelbad-Gesellschaft, Hans-Jörg Rippe, hält öffentlich dagegen: ein bemerkenswerter Vorgang.

Rippe hatte erklärt, Hubers Äußerung könne sich nur aufs bisherige Bad beziehen. „Aber da ist Herr Rippe auf dem Holzweg“, meint Huber. Natürlich gehe es um den Neubau. Der Gemeinde liege eine schriftliche Bestätigung der Kasse vor. Inhalt: Der geplante Bau entspreche allen Anforderungen, um Kassenpatienten zu behandeln. Damit sei klar, dass die Zulassung nach der Fertigstellung des Gebäudes erteilt werde, versichert Huber.

Im Wortlaut heißt es in dem Schreiben: „Auf Grundlage der zuletzt eingereichten Pläne vom 21. Juli werden die aktuellen räumlichen Mindestanforderungen an einen medizinischen Badebetrieb mit Physiotherapie erfüllt, sofern die Umsetzung analog der Pläne einschließlich der am 21. Juli vermerkten Änderungen erfolgt.“

 „Das ist schon eine Ausnahme, dass wir diese Bestätigung zu einem so frühen Zeitpunkt bekommen haben“, erklärt Huber. Die Gemeinde habe sie erbeten, um Sicherheit für die Planung ihres Badehauses zu erhalten. Und um Zweifler auch im Gemeinderat davon zu überzeugen, dass das kleine, feine Badehaus von Matteo Thun eben nicht nur Selbstzahlern vorbehalten bleiben soll.

 „Wir haben die gesamte Planung immer mit der Kasse abgestimmt“, versichert auch Renate Zinser, Geschäftsführerin des Jodschwefelbads. Aktuell liege der Anteil an Kassenpatienten im Jodschwefelbad bei 25 Prozent. „Den möchten wir gerne noch steigern“, erklärt Zinser. Leider würden Jodbäder seit der Gesundheitsreform viel seltener verschrieben als früher. 

Vom neuen Bad erhofft sich Zinser jedoch einen Aufschwung. Es gelte, Ärzte von der Wirksamkeit des heilsamen Wassers zu überzeugen. Dass Gesundheitsexperte Rippe, den die Gemeinde Bad Wiessee im Juli 2013 als Geschäftsführer ihrer damals neu gegründeten Betreibergesellschaft engagierte, die Verantwortlichen im Rathaus nun offen angreift, verwundert Huber sehr. „Das ist ein schlechter Stil“, findet der Vize-Bürgermeister. Die Gemeinde habe die Zusammenarbeit mit Rippe damals im guten Einvernehmen beendet. In Abstimmung mit der Gemeinde hatte Rippe später auch den Münchner Unternehmer beraten, der ein Medizinisches Zentrum mit Badebetrieb bauen wollte. 

Die Zusammenarbeit mit diesem Investor kündigte die Gemeinde im Herbst 2015 abrupt auf und entschied, in eigener Regie ein kleines Badehaus neben dem Badepark zu erstellen. Aktuell kämpft die Gemeinde dafür noch um Zuschüsse – und der Investor von damals will auf Schadenersatz klagen.

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