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Das Josefsheim kann die Pfarrgemeinde Bad Wiessee noch bis zum Ende des Jahres nutzen. Wie’s dann weitergeht, ist offen.

„Wir wollen doch keinen Palast“

Ordinariat sträubt sich gegen Pfarrheim-Pläne

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Die Wiesseer Pfarrgemeinde wünscht sich ein schönes Zuhause. Die Pläne sind längst fertig, das Grundstück ist gekauft. Doch das Ordinariat findet: Alles ist zu groß geraten. Unterdessen drängt die Zeit.

Bad Wiessee – Bis zum Jahresende darf die Wiesseer Pfarrgemeinde das Josefsheim weiter nutzen. „Zum Glück, sonst wären wir obdachlos“, meint Kirchenpfleger Herbert Stadler. Den Pachtvertrag haben die Schwestern des Dritten Ordens des Heiligen Dominikus aus Speyer schon zum Jahresende 2016 gekündigt. Ihnen gehört das 1930 errichtete Haus, das sich einst der Löblbauer als Altersruhesitz baute. Der Orden will es zu Geld machen, allerdings hat die Gemeinde ein Vorkaufsrecht. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig, weshalb die Pfarrei nun schon zum zweiten Mal einen Aufschub bekommen hat. Eigentlich hätte sie spätestens im Juni ausziehen sollen.

Sicher ist bisher nur eines: Das neue Pfarrheim sollte seit 2016 stehen. Zunächst hatte die Pfarrgemeinde ein neues Gebäude neben der Kirche Maria Himmelfahrt errichten wollen. Dazu sollte das alte Pfarrhaus weichen, was der Denkmalschutz verhinderte.

Die Pfarrgemeinde fand ein neues Grundstück an der Dr. Scheid-Straße. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat es inzwischen auch gekauft. Die Pläne fürs Pfarrheim selbst sind schon seit über einem Jahr fertig. Aber: Nach Ansicht des Ordinariats hat die Pfarrgemeinde zu großzügig geplant. Die Größe und das Raumprogramm müssten noch überdacht werden, meint Ordinariats-Sprecherin Bettina Göbner. Es gelte, einen Kompromiss zu finden. Dies sei Aufgabe der Gremien.

Das zähe Ringen ums Okay des Ordinariats, das den Löwenanteil des Neubaus zahlt, sorgt in der Pfarrgemeinde für Unmut. „Wir wollen ja keinen Palast“, sagt Stadler. Aber es sollte doch genug Platz sein, um attraktive Veranstaltungen anbieten zu können. Darum ist unter anderem ein Saal für 100 Besucher vorgesehen.

Stadler ist davon überzeugt, dass die Pfarrgemeinde das ersehnte Gebäude auch mit Leben wird füllen können. Zumal Bad Wiessee die höchste Übernachtungszahl im Tegernseer Tal habe und vor allem im Sommer sehr viele Gäste. Touristen seien an Veranstaltungen interessiert und natürlich willkommen. „Aber beim Ordinariat gilt nur die Zahl der Katholiken“, meint Stadler.

So pauschal lasse sich das nicht sagen, wehrt Ordinariats-Sprecherin Göbner ab. „Wir schauen uns das schon vor Ort an.“ Allerdings stelle sich immer die Frage der Finanzierbarkeit. Eine Entscheidung könne erst im Spätherbst fallen, kündigte Göbner an. „Die zuständigen Gremien tagen nicht so oft.“

Die Pfarrgemeinde kann unterdessen nur hoffen, dass sich beim Josefsheim noch lange nichts ändert und sie weiter bleiben kann. Denn auf die Schnelle wird sich das neue Domizil nicht aus dem Boden stampfen lassen. Zumal auf dem Grundstück an der Dr.-Scheid-Straße noch viele Bäume stehen. Für einen Neubau werden sie abgeholzt.

Geschehen wird dies erst, wenn eine Baugenehmigung vorliegt. Und: Die Fällaktion ist nur im Winter erlaubt. So dürfte im Nu ein weiteres Jahr vergehen, was Stadler bekümmert: „Irgendwann stehen wir wirklich auf der Straße“, befürchtet der Kirchenpfleger.

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