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Peter Höß

Aufwendige Therapie für rechten Arm

Peter Höß bis Frühsommer 2019 im Krankenstand

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Nach einer OP Ende Juni ist der rechte Arm von Bürgermeister Höß fast vollständig gelähmt. Um die Funktion zurückzugewinnen, sind viele Therapien nötig. Die Amtsgeschäfte kann er wohl erst im Frühsommer 2019 wieder führen. 

Bad WiesseeDie Operation im Juni war kompliziert. Sie dauerte vier Stunden statt der kalkulierten zwei. Und auch jetzt noch versagt der rechte Arm den Dienst. Um ihn wieder zurückzugewinnen, braucht Wiessees Bürgermeister Peter Höß viel Zeit für Therapien. Er muss sie sich jetzt nehmen. Es wird Sommer werden, bis Höß sein Amt als Bürgermeister wieder ausfüllen kann. Eine Wiedereingliederung in den Beruf ist nach dem Urteil seines Arztes nicht vor dem späten Frühjahr 2019 sinnvoll. „Daran muss ich mich halten“, sagt Höß. Was jetzt versäumt würde, wäre nie mehr gutzumachen. Wird der Muskel zu Bindegewebe, gibt’s keine Hoffnung mehr auf Besserung.

Die Therapien kosten viel Zeit. Im Medius, im Badepark, im Medical Park: Höß setzt alles daran, Arm und Schulter zu stärken. „Ich mache kleine Fortschritte“, berichtet er. Aber noch kann er seinen rechten Arm kaum nutzen.

Wie berichtet, hatte er gehofft, jetzt ins Amt zurückkehren zu können. Die Wiedereingliederung hat im Oktober begonnen. Aber die Praxis zeigt: Der Tag ist zu kurz für aufwendige Therapien und die Führung der Amtsgeschäfte. „Ich kann schon mal ein Gespräch mit einem Investor führen“, meint Höß. Aber das reicht nicht, um Bad Wiessee auf Kurs zu halten. Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD), der Höß seit der Operation vertritt, wird das weiterhin tun. Möglich ist dies dank der Unterstützung der Stadt Tegernsee. Dort ist Huber als Leiter des Fuhrparks angestellt. Damit Huber als Bürgermeister einspringen kann, hat Tegernsee ihn freigestellt.

Mit der Besoldungsregelung für den Vertreter des Bürgermeisters befasst sich der Wiesseer Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag, 13. November. Beginn ist um 18 Uhr im Rathaus. Dort wird es auch um die mögliche Einstellung der Dienstaufwandsentschädigung für den Ersten Bürgermeister gehen. Bereits in der September-Sitzung hatte sich der Gemeinderat öffentlich mit der Gehaltsregelung von Vize-Bürgermeister Huber befasst. Damals war das Gremium noch davon ausgegangen, dass Höß nach einer Wiedereingliederungsphase im Oktober wieder voll einsteigen kann.

Operiert worden war Höß wegen einer Verengung des Spinalkanals in der Halswirbelsäule. Dies äußerte sich durch Taubheitsgefühle im Arm. Die Folgen, mit denen er nun zu kämpfen hat, kämen in fünf bis zehn Prozent der Fälle vor, erklärt Höß. „Und bei mir ist es halt passiert.“  

jm

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