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Einen Zusammenstoß mit zwei Leichtverletzten verursachte Anfang 2017 eine 80-jährige VW-Fahrerin bei St. Quirin. Insgesamt aber gingen die Unfälle, die von Senioren verschuldet wurden, im vergangenen Jahr wieder etwas zurück.

Verkehrsstatistik 2017

Unfallzahlen fürs Tal: Weniger Seniorenunfälle, dafür mehr Kollisionen wegen Alkohol

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Unfälle, die von Senioren verursacht wurden, sorgen gern für hitzige Debatten. Im Raum Tegernsee sind diese Kollisionen 2017 allerdings zurückgegangen. Das zeigt die aktuelle Verkehrsstatistik der Polizei.

Bad Wiessee – Insgesamt hat es  im Tegernseer Tal und in Waakirchen 2017 öfter gekracht als im Vorjahr: Die Zahl der Verkehrsunfälle, zu der die Polizei Bad Wiessee gerufen wurde, hat sich von 908 auf 945 erhöht. Die gute Nachricht dabei: Keiner der Unfälle endete tödlich. Allerdings gab es 38 Schwerverletzte (Vorjahr: 41).

In ihrer Statistik unterteilt die Polizei die Zusammenstöße in drei Kategorien: Den Bärenanteil machten die so genannten Kleinunfälle mit 47,2 Prozent aus, gefolgt von den schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden (33,65 Prozent) und schließlich den schwerwiegenden Verkehrsunfällen mit Personenschaden (19,15 Prozent). Die Anzahl der aufgenommenen Fahrradunfälle – dazu zählen auch die Pedelecs – verringerte sich von 82 in 2016 auf 68 im vergangenen Jahr. Dabei verletzten sich 57 Personen leicht und 16 schwer. Zudem ereigneten sich 31 Motorradunfälle (Vorjahr: 21), bei denen fünf Personen schwere Verletzungen davon trugen.

Bemerkenswerte Fakten fördert die Unterteilung in verschiedene Personengruppen zutage. So verursachte die so genannte Risikogruppe der „jungen Fahranfänger“ (Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren) im Jahr 2017 92 Verkehrsunfälle, darunter 38 mit Personenschaden. In sechs Fällen war Alkohol im Spiel.

Seit 2011 werden auch Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Senioren ab 70 Jahren gesondert ausgewertet. Dazu heißt es in der Statistik, „dass die von dieser Altersgruppe verursachten 135 Unfälle im Vergleich zum Vorjahr (150) wieder etwas rückläufig waren“. Bewährt hat sich offenbar das „begleitete Fahren ab 17“. „Wie bereits in den vergangenen drei Jahren hatten wir auch 2017 keinen Verkehrsunfall mit Beteiligung eines 17-jährigen Fahranfängers“, teilt die Wiesseer Polizei mit.

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinwirkung – und zwar von 11 im Jahr 2016 auf nun 20. Die durchschnittliche Blutalkoholkonzentration lag bei 1,55 Promille. Auch die Zahl der Unfallfluchten ging wieder nach oben: In 233 Fällen hat sich ein Beteiligter unerlaubt von der Unfallstelle entfernt – das sind fast 5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aber nicht nur auf den Straßen, auch in den Bergen sind die Beamten der Polizei Bad Wiessee, speziell die alpine Einsatzgruppe, stark gefordert. „Insgesamt galten 29 Personen als vermisst, und 19 Bergunfälle waren zu bearbeiten“, heißt es dazu in der Statistik. Insbesondere mit den Bergunfällen sei ein „hoher Arbeitsaufwand“ verbunden. So nahmen die Beamten im vergangenen Jahr zwischen Sutten, Wallberg und Fockenstein vier Abstürze mit Gleitschirmen, mehrere Rodelunfälle mit zum Teil schwerwiegenden Verletzungen, sechs Ski- und ebenso viele Wanderunfälle auf. Zwei Personen starben hier aufgrund von Herzversagen.

Vermehrt Präsenz zeigte die Polizei Bad Wiessee 2017 bei den Großveranstaltungen rund um den See. Aufgrund der politischen Sicherheitsdebatte infolge der Terroranschläge „wurden viele Einsätze mit einem erheblich verstärkten Personalansatz durchgeführt“. Heißt: Etwa 150  Veranstaltungen – darunter Seefeste, Waldfeste, der Tegernseer-Tal-Triathlon und der Rosstag in Rottach-Egern – wurden laut Statistik polizeilich betreut. Das Fazit fällt positiv aus: „Alle Veranstaltungen mit insgesamt circa 80 000 bis 100 000 Besuchern verliefen friedlich, und es kam zu keinen Sicherheitsstörungen.“ Das neue Sicherheitskonzept werde somit auch im laufenden Jahr beibehalten, kündigt die Polizei an.

gab

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