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Die Wiesseer Flüchtlingsunterkunft, das frühere Haus Rheinland (Archivbild).

Findet aber kaum was

Polizei führt große Kontrollaktion der Wiesseer Asylunterkunft durch

Die Polizei Bad Wiessee hat am Mittwochmorgen eine großangelegte Kontrollaktion der Wiesseer Asylunterkunft durchgeführt. Zwei Bewohner müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

Bad Wiessee - Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet: Am heutigen Mittwoch führte die Polizeiinspektion Bad Wiessee in den frühen Morgenstunden eine großangelegte Kontrollaktion in einer Unterkunft für Asylbewerber durch. Dabei stellte die Polizei mehrere Verstöße nach dem Hausrecht und zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

Unterstützt von Einsatzkräften der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Rosenheim und Weilheim, der Polizeistation Fahndung Kreuth sowie der Polizeiinspektion Miesbach betraten am Mittwochmorgen die Beamten der PI Bad Wiessee eine Asylbewerberunterkunft in der Münchner Straße in Bad Wiessee.

Die mehr als 30 Bewohner der Unterkunft, wie auch die baulichen Gegebenheiten machten einen höheren Kräfteansatz erforderlich, um die Kontrollaktion gezielt durchführen zu können. An dem Polizeieinsatz waren auch Vertreter des Landratsamtes Miesbach beteiligt.

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Dieser Einsatz der Wiesseer Polizei fußt auf dem Konzept des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, das mit derartigen Einsätzen frühzeitig verhindern will, dass sich Brennpunkte bilden oder Situationen verfestigen, die ein positives Zusammenleben innerhalb und außerhalb solcher Unterkünfte unnötig erschweren.

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In der betroffenen Unterkunft war es in der Vergangenheit zwar nur zu kleineren Einsätzen wegen der ein oder anderen Streitigkeit bzw. Bedrohung gekommen, dennoch verunsichern derartige Vorfälle sowohl Bewohner der Unterkunft, als auch Anwohner in Bad Wiessee.

Die überwiegende Mehrheit der Bewohner trat bislang polizeilich nicht in Erscheinung. Nachdem in der Unterkunft einige Familien mit Kindern untergebracht sind, ging die Polizei besonders behutsam bei der Aktion vor. Ziel war es nicht, die Bewohner zu verunsichern, sondern zu zeigen, dass die Polizei auch für ein sicheres Leben der Bewohner innerhalb der Unterkunft sorgt. Wohl auch deshalb zeigten sich die kontrollierten Personen äußerst verständig und verhielten sich sehr kooperativ.

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Wie die polizeilichen Erfahrungen erwarten ließen, konnten in der Unterkunft drei Personen angetroffen werden, die sich dort ohne die erforderliche Berechtigung aufhielten. Zwei junge Männer waren im Besitz geringer Mengen Marihuana.

Der Einsatz der Polizei war ein weiterer Baustein zur Gewährleistung der Sicherheit in und um die Asylbewerberunterkunft und ist als gemeinsamer Erfolg der beteiligten Polizeidienststellen und des Landratsamtes Miesbach zu werten.

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