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Die Verantwortlichen: (v.l.) Andreas und Johanna Bartl, Hans und Marianne Buchberger sowie Elfriede, Josef, Wolfgang und Dagmar Schäffler.
Rätselhafter Maibaum in Bad Wiessee: So geht es weiter
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Schön schaut er aus. Auch deshalb vielen ein Rätsel, warum sich die Verantwortlichen so verstecken.
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Schön schaut er aus. Auch deshalb vielen ein Rätsel, warum sich die Verantwortlichen so verstecken.
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Schön schaut er aus. Auch deshalb vielen ein Rätsel, warum sich die Verantwortlichen so verstecken.

Sie nennen sogar Zeit und Ort

Maibaum-Krimi: Das Geheimnis ist gelüftet

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Seit Dienstagmorgen steht er am Wiesseer Lindenplatz - und avanciert zum Gesprächsthema im ganzen Tal. Selbst der BR ist schon angereist: Und jetzt gibt es ein Bekennerschreiben...

Update, 18.40 Uhr: Sie hatten es bereits anonym in der Gemeinde angekündigt, und tatsächlich: Alle Verantwortlichen sind pünktlich um 18.30 Uhr am Lindenplatz erschienen. Auch Rathaus-Geschäftsleiter Michael Herrmann hat vorbeigeschaut. Hinter der Aktion steckt eine Geburtstagsgesellschaft, der Wiesseer Wolfgang Schäffler feierte gemeinsam mit seinen engsten Freunden und Familie am 31. Dezember, „dort kamen wir auf die Idee“, sagte er auf Nachfrage. Tatsächlich gibt es keinen politischen Hintergrund, der Auslöser ist ganz profan: „Es sollte nur eine Gaudi zur Freinacht sein.“ Überraschend dabei ist, dass alle Beteiligten dicht gehalten haben. Sowohl Michael Beil, der beim Schreinern der Tafeln geholfen hat, als auch die Polizei, die am Samstagabend informiert worden war und auch der Zeitung gegenüber dicht hielt. „Wir wollten nicht, dass die Nachbarn denken, hier seien Einbrecher am Werk“, sagt einer der Beteiligten. Was jetzt mit dem Maibaum geschehen soll, überlassen die Initiatoren der Gemeinde. „Er ist ein Geschenk“, sagt Wolfgang Schäffler.

Update, 15.05 Uhr: Soeben haben wir im Rathaus erfahren, dass ein anonymes Schreiben eingegangen ist. Angeblich von den unbekannten Maibaum-Aufstellern selbst. Sie wollen sich wohl zu erkennen geben und nennen dafür sogar Zeit und Ort. Um 18.30 Uhr soll am Baum zu erkennen sein, wer dahintersteckt.

Ursprünglicher Artikel, 14.09 Uhr

Heute wird in Bad Wiessee jeder zum Maibaumexperten und Hobby-Kriminaler. Egal, wo man hinkommt, das Thema ist dasselbe: Der Maibaum, der - recht hübsch anzuschauen - seit Dienstagmorgen am Wiesseer Lindenplatz steht. Zur Stunde filmt der Bayerische Rundfunk den neuen Star im Tal, der nach wie vor kerzengerade am Lindenplatz emporragt.

Übrigens in der Halterung, wo sonst der Christbaum steht. Deshalb macht sich Wiessees Bürgermeister Peter Höß auch keine großen Sorgen um die Statik: „Für den Christbaum muss der Ständer viel mehr aushalten.“ Trotzdem hat er seine Bauhofmitarbeiter schon losgeschickt, um die Standfestigkeit des Überraschungs-Maibaums zu prüfen.

Wenn alles passt, sagt Höß, soll er auf jeden Fall stehen bleiben. Bis an Weihnachten der Christbaum kommt. „Oder vielleicht sogar länger, wenn wir für den Christbaum einen anderen Platz finden.“ 

Indessen rätselt man im Ort weiter, wer hinter der Aktion steckt. Aber auch die Vereine, die sonst für den Wiesseer Maibaum verantwortlich sind, nämlich Trachtenverein und TSV, halten entweder dicht, oder wissen es selber nicht.

„Ich habe schon mit allen Möglichen geredet“, sagt Andreas Guillon, Jugendleiter des Trachtenvereins Bad Wiessee am Tegernsee. Von Vereinsmitgliedern bis zum Nachbarn. Und? „Ich weiß es nicht.“ Dabei ist der Trachtenverein normalerweise derjenige, der die Initiative beim Wiesseer Maibaumaufstellen ergreift. „Das stimmt schon. Wir reden mit den Landwirten, suchen einen Baum, schauen, wer den Meister macht.“ 

So auch erst 2016. Seit einem Jahr steht der „echte“ Wiesseer Maibaum vor dem Wiesseer Hof kurz vor dem Medical Park. Leider ohne Bemalung, weil sich bei den ersten beiden Bäumen kurz vor dem Aufstellen Risse gebildet haben. 

Der Lindenplatz-Maibaum ist zwar nicht so groß, dafür aber schön bemalt. Ein Grund übrigens, wieso der Bürgermeister nicht an eine der kursierenden Theorien glaubt, Ortsfremde hätten sich mit den Wiesseern einen Scherz erlaubt - den Wiesseern also quasi eine Art Schandbaum auf ihren neuen Lindenplatz gestellt. Aber das klingt doch eher weit hergeholt. Da steckt zuviel Liebe dahinter. 

„So gesehen schön gemacht“, erkennt auch Guillon neidlos an. Dabei sind ihm schon kritische Stimmen zu Ohren gekommen. Von wegen viel zu klein und überhaupt unrechtmäßig. „Aber warum soll ich mich aufregen?“

Dietmar Spitz vom TSV findet ihn „richtig schmuck“. Aber - Sie ahnen es schon - er habe „überhaupt keine Ahnung“, wer die geheimen Maibaum-Feen sind. Höchstens Vermutungen vielleicht. „Aber ich weiß wirklich nicht, wer dahintersteckt.“

Der Bürgermeister sieht dafür schon ein mögliches Zukunftsmodell. Auch was die Höhe angeht. „Viel mehr geht nicht“, schätzt Höß, „wegen der Bebauung.“ Aber der Platz stimme einfach irgendwie. Wenn dann im Juni der Lindenplatz auch feierlich eröffnet wird, „passt der richtig gut rein“.

Bis dahin rätseln die Wiesseer, theoretisieren, fragen, mutmaßen und die meisten freuen sich eben auch ein bisschen. Und hoffen, dass sich die unbekannten Spender doch noch zu erkennen geben.

Vielleicht, schlägt einer vor, während das BR-Kamera-Team den Maibaum umrundet, müsste ihnen die Gemeinde eine Brotzeit ausgeben. Vielleicht beim Gmunder Volksfest, witzelt ein anderer, dann wäre da auch endlich mal wieder was los. Und so scheint es, als hätte die Wiesseer Maibaum-Überraschung eine frühlingshafte Leichtigkeit in den Ort geweht, die über den Winter doch so nicht immer zu spüren war.

kmm

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