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Im Sommer war die Außenrutsche für Familien ein großer Anreiz, den Badepark zu besuchen. Nun fällt die beliebte Rutsche weg.

Später wird sie abgerissen

Badepark: Rutsche für immer geschlossen

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Die große Außenrutsche im Wiesseer Badepark bleibt bereits in diesem Sommer gesperrt. Langfristig muss das Gerät dem neuen Badehaus weichen, das im Herbst entsteht. 

Bad Wiessee – Bad Wiessee ist um eine Sommer-Attraktion ärmer: Die große Außenrutsche des Badeparks geht heuer nicht mehr in Betrieb, das zugehörige Wasserbecken wurde bereits ausgelassen. Grund ist der bevorstehende Bau des neuen Badehauses in direkter Nachbarschaft des Badeparks. Dafür muss die Rutsche demnächst abgebaut werden.

Viele Badegäste – vor allem die jungen unter ihnen – hatten gehofft, dass sie die Rutsche wenigstens diesen Sommer über noch nutzen können. Doch nach der Revision und der Wiedereröffnung des Badeparks am 22. Mai war klar: Die Rutsche bleibt gesperrt. „Wir hätten sonst wegen ein paar Wochen noch Reparaturarbeiten leisten müssen“, begründet Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) die Schließung. Ohne die hätte der TÜV wohl nicht mehr mitgespielt.

Ein Aufwand, der laut Höß nicht mehr gelohnt hätte. Denn fürs dritte Quartal dieses Jahres sei bereits der Baubeginn des neuen Badehauses geplant. „Dann muss die Rutsche spätestens weg sein“, macht der Rathaus-Chef deutlich. Wann genau das Gerät endgültig abgebaut wird, konnte Höß noch nicht sagen. „Die Arbeiten müssen ausgeschrieben werden, aber sie werden zeitnah erfolgen.“ Die Bevölkerung – vor allem die Familien – bittet der Bürgermeister um Verständnis für die Schließung der Rutsche. Und er verweist sie auf die Nachbargemeinde: Schließlich gebe es im Rottacher See- und Warmbad eine schöne Alternative.

Das dürfte Andreas Schmid, den Betriebsleiter des Wiesseer Badeparks, wohl kaum trösten. Er bedauert den dauerhaften Verlust der Rutsche durchaus. Vor allem für Familien mit Kindern sei sie im Sommer ein großer Anreiz gewesen, den Badepark zu besuchen, meint Schmid. Dieser falle nun weg.

Dafür kann die Gemeinde seit Ende vergangenen Jahres mit einem neuen Bistro in ihrem Badepark aufwarten. Sie hatte sich sogar dazu durchgerungen, denjenigen Badegästen, die im Bistro einkehren, eine halbe Stunde ihrer Badezeit gut zu schreiben. Eine Regelung, die zunächst bis Ende April gelten sollte. Jetzt erklärte Bürgermeister Höß: Es werde dauerhaft bei diesem System bleiben. Heißt: Wer sich in der Gastronomie eine Pause gönnt, bekommt eine zusätzliche halbe Stunde auf seinen Chip drauf gebucht.

Und noch eine Neuerung gibt es seit der jüngsten Revisionszeit. „Wir haben das Kassensystem noch einmal nachgerüstet“, berichtet Höß. Wer künftig nur Eintritt fürs Bad bezahlt hat, dann aber doch spontan Lust auf einen Saunagang bekommt, passiert eine Schranke und bekommt den Saunabesuch einfach dazu gebucht.

Eine Modernisierung, die nur der Anfang sein soll. Bekanntlich will Bad Wiessee im Zuge des Badehaus-Neubaus auch den in die Jahre gekommenen Badepark einer Renovierung unterziehen. Die Rede war von einem äußerlichen „Facelifting“. Vielleicht wird die Sanierung aber doch umfangreicher ausfallen. „Es wird wohl nicht nur eine Schönheits-OP werden“, meint Höß. Schließlich habe auch die Regierung zugesagt, die Gemeinde bei der Maßnahme zu unterstützen. Ein Angebot, das man gerne annehmen werde, so der Bürgermeister.

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