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Die Ballon-Teams bereiten sich auf dem einstigen Spielbank-Gelände auf den Start zur Fuchsjagd vor.

Am Samstag kamen Tausende zum Ballontreffen

Montgolfiade: Traumtag mit Besucher-Rekord

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Bad Wiessee - Darauf hatten die Veranstalter so sehr gehofft: Der Samstag bescherte der 16. Montgolfiade traumhafte Bedingungen. Ein Dutzend Ballone hoben in den blauen Himmel ab.

Dabei hatte das Wetter zum Auftakt des großen Ballontreffens am Freitag die Organisatoren noch ganz schön ins Schwitzen gebracht. Nicht nur, dass tief hängende Wolken einen ersten Start der Ballone unmöglich machten, der Regen hatte die Startplätze an der Wiesseer Seepromenade und auch das Gelände des Wintermarktes vor dem einstigen Haus des Gastes völlig durchweicht.

Um die Situation zu retten, waren Tatkraft und Kreativität gefordert. Weil die Kehrmaschinen aus dem Tal für den Winterdienst umgerüstet sind, forderte Peter Rie, Veranstaltungsmanager der TTT, kurzerhand eine Kehrmaschine aus Rosenheim an, um den verdreckten Startplatz auf dem einstigen Spielbank-Gelände säubern zu können. „Im Bühnenbereich haben wir außerdem jede Menge Rollsplitt verteilt“, berichtet Rie, der die Tegernseer Tal Montgolfiade von Beginn an mitorganisiert und inzwischen viel Erfahrung mit der Großveranstaltung hat. „Das Netzwerk funktioniert“, sagt er und lacht.

Zu der Montgolfiade gehört auch ein Wintermarkt, der sich heuer mit seinen rund 50 Künstlern und Ausstellern so groß präsentiert wie noch nie. Damit auch hier die Besucher einigermaßen trockenen Fußes durch die Stände bummeln konnten, hat Markt-Organisator Gerd Jahnson allein 600 Quadratmeter Kunststoff-Belag ausgelegt. Die Besucher, die auf dem Gelände bereits am Freitagabend eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier erlebten, dürften es zu schätzen gewusst haben.

Zu bieten hat der Markt, der auch am kommenden Wochenende, 5. bis 7. Februar, noch einmal seine Pforten öffnet, allerhand: kulinarische Köstlichkeiten, Kleidung und Taschen aus Filz, Holzspielzeug und Korbwaren, Kunsthandwerk, Mützen in allen Varianten und vieles mehr.

Attraktion Nummer eins – und darüber können weder Markt noch Rahmenprogramm wie die gelungene Show von Kristall-Magier Ruven hinwegtäuschen – sind bei der Montgolfiade aber die Heißluftballone. Sie sind es, die den Besuchern die „magischen Momente“ bescheren, wie es der neue Tourismus-Chef vom Tegernsee, Stephan Köhl, bei seiner Eröffnungsrede ausdrückte. So pilgerten am Samstag nach Schätzungen der TTT an die 3000 Besucher aufs Veranstaltungsgelände, um unter anderem zu sehen, wie die Ballone bei strahlend blauem Himmel zurFuchsjagd um den Bräustüberl-Pokal abhoben.

„Das war eine Riesengaudi“, erzählt Startleiter Michi Unger. Denn keines der zehn Ballon-Teams, die den Fuchs (Bräustüberl-Ballon) verfolgten, kamen seinem markierten Landeplatz in Schweinthal bei Miesbach nahe genug, um den Pokal einzuheimsen. „Der Fuchs hat taktisch einfach zu klug gearbeitet“, sagt Unger. Am nächsten Wochenende, an dem die Montgolfiade in ihre zweite Runde geht, können die Balloner ihr Glück nun erneut versuchen.

Beim abendlichen Ballonglühen am Samstag erlebten die Macher der Montgolfiade dann noch einmal eine freudige Überraschung. Rund 5000 Besucher – so viele wie noch nie – wollten sehen, wie die riesigen Luftgefährte zum Glühen gebracht werden. Das Ende eines „Traumtags“, wie es Unger umschreibt. Am Sonntag machte der Regen dann wieder alle Chancen auf ein nochmaliges Ballon-Erlebnis zunichte.

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