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Viele junge Schwimmer, wie hier der Nachwuchs der Wasserwacht, trainieren bisher im Wiesseer Badepark. Viele fragen sich, ob das auch künftig möglich sein wird.

Gmunder Realschulleiter verfolgt Neuplanung mit Sorge

Badepark: Wo bleibt künftig das Schulschwimmen?

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Der Badepark schreibt tiefrote Zahlen. Deshalb tüftelt Bad Wiessee derzeit an einer Neukonzeption für das Schwimmbad. Tobias Schreiner, Leiter der Realschule in Gmund, verfolgt die Pläne mit Sorge.

Bad Wiessee – Einmal pro Woche fahren die Schüler der fünften und sechsten Klassen der Realschule Gmund zum Schwimmunterricht in den Badepark nach Bad Wiessee. So wie viele andere Schulkinder aus dem gesamten Tegernseer Tal auch. In den vergangenen Jahren, so erklärt Rektor Tobias Schreiner, habe man in der Gemeine Bad Wiessee in Sachen Schulschwimmen „immer einen verlässlichen Partner“ gehabt. Doch angesichts der Zukunftspläne, die seit geraumer Zeit für den Badepark geschmiedet werden, schrillen bei dem Rektor nun „sämtliche Alarmglocken“, wie er sagt. Er befürchtet, dass der Schwimmunterricht für die Schüler in der Neukonzeption des Badeparks keinen Platz mehr haben könnte.

Tatsächlich will die Gemeinde Bad Wiessee im Zuge der Errichtung ihres Badehauses auch den direkt benachbarten Badepark neu entwickeln. Weg von einem Spaßbad für Familien hin zu einer Wellness- und Erholungsoase. Sogar eine bauliche Verbindung mit dem neuen Badehaus ist angedacht. Eine Arbeitsgruppe um Projektentwickler Helmut Karg ist derzeit damit beschäftigt, entsprechende Ideen zu sammeln. Das Credo Kargs lautet: Der Badepark soll sich im oberen Preissegment positionieren. Familien sollen auch weiterhin willkommen sein, die Haupt-Zielgruppe sind sie aber nicht mehr.

Wie also steht’s künftig um den Schwimmunterricht für die Schüler aus dem Tegernseer Tal? Wiessees Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) beschwichtigt: Es gebe keinen Anlass, sich um das Schulschwimmen im Badepark zu sorgen. Der Unterricht sei weiterhin gesichert. Höß betont aber auch: „Damit das Defizit kleiner wird, müssen wir bestimmte Maßnahmen auf den Weg bringen.“

Der Wiesseer Bürgermeister würde es auch gerne sehen, wenn sich die anderen Tal-Kommunen finanziell am Betrieb des Badeparks beteiligen. Schließlich würden Schulen, Vereine und Organisationen aus dem gesamten Tegernseer Tal und darüber hinaus die Wiesseer Einrichtung für ihren Schwimmunterricht nutzen.

Geht es nach Tobias Schreiner, soll das auch künftig so sein. „Wir wohnen in einer Gegend mit wunderbaren Seen, und die Wasserwachten und Sportlehrkräfte stellen mit Sorge fest, dass viele Kinder nicht mehr sicher schwimmen können“, berichtet der Realschulleiter. Es sei daher dringend geboten sicherzustellen, „dass der Schwimmunterricht in den Schulen wie auch die Schwimmkurse und das Training der DLRG in einem verlässlichen und bezahlbaren Rahmen stattfinden kann“.

Was die Umsetzung möglicher Umbau- und Renovierungsmaßnahmen am Badepark anbelangt, so tritt Bürgermeister Höß auf die Bremse: Es sei gut und richtig, dass sich der Gemeinderat frühzeitig Gedanken über die Zukunft der Einrichtung mache. „Bis die Pläne fertig gestellt und genehmigt sind, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen“, betont Höß.

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