Verwittert und verwaist: Die großen Schachbretter an der Wiesseer Seepromenade gehören nach Ansicht der SPD instand gesetzt. Auch sonst hat der Ortsverein viele Ideen zur Verschönerung. foto: Thomas Plettenberg
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Verwittert und verwaist: Die großen Schachbretter an der Wiesseer Seepromenade gehören nach Ansicht der SPD instand gesetzt. Auch sonst hat der Ortsverein viele Ideen zur Verschönerung.

Boules-Bahnen, Grillstationen und Flöße

Wiesseer SPD will Seepromenade aufmöbeln

Bad Wiessee - Bis sich beim einstigen Hotel Lederer und auf dem alten Spielbank-Gelände etwas tut, könnte es noch dauern. Die Seepromenade in Bad Wiessee soll trotzdem nicht vor sich hindümpeln.

Einige Dinge, so schickte SPD-Fraktionssprecher Bernd Kuntze-Fechner im Gemeinderat voraus, hätten sich bereits positiv entwickelt. Dennoch wünsche sich die Wiesseer SPD eine „Aufwertung der Seepromenade“. Rund ein Dutzend konkrete Vorschläge umfasste der Aktionsplan, den Kuntze-Fechner seinen Kollegen vorstellte. So wünscht sich die SPD beispielsweise für den Bereich zwischen dem Lederer-Grundstück und der Einmündung des Riedersteinwegs eine Verschönerung durch Weidenhäuser und „kleine Schnitzereien in Baumstümpfe“.

Die Fläche vor dem alten Spielbank-Grundstück solle begrünt, die Schachbretter müssten wieder instand gesetzt werden. „Die Pergola ist nicht einfach wieder auszubessern. Hier kann ein Ideenwettbewerb unter ortsansässigen Handwerkern stattfinden“, schlug die SPD vor. Und: Angebote wie Boules-Bahnen, Grillstationen und hölzerne Flöße könnten nach Ansicht des Wiesseer Ortsvereins die Seepromenade wieder attraktiver machen.

Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) begrüßte das Engagement der SPD. „Das sind alles Vorschläge, die das Areal aufwerten, und die Kosten sind überschaubar“, meinte er. Weniger Verständnis für den Vorstoß zeigte dagegen Ingrid Versen (CSU): „Ich verstehe den Alleingang der drei SPDler nicht“, sagte sie. Immerhin gebe es in Bad Wiessee einen eigenen Arbeitskreis für die Verschönerung der Seepromenade – und da seien Mitglieder aller Parteien vertreten. „Warum wird der nicht aktiviert?“, wollte Versen wissen. Höß beschwichtigte. Die Arbeit von SPD und Arbeitskreis könne doch parallel laufen. „Aber wir müssen endlich vorwärts kommen, und das ist ein gutes Signal“, meinte Höß mit Blick auf die SPD-Vorschlagsliste.

Kurt Sareiter (CSU) brachte im Zusammenhang mit der Seepromenade ein altes Dilemma zur Sprache: den dortigen Dauerkonflikt zwischen Fußgängern und Radfahrern. Die Radler, so Sareiter, würden auf dem schmalen Weg an der Seepromenade regelmäßig Spaziergänger „auseinander treiben“. Eine Lösung für das Problem hatte am Ratstisch allerdings niemand parat. Auch zu den einzelnen Verschönerungs-Vorschlägen der SPD wurden in der Sitzung keine Beschlüsse gefasst. Allerdings kündigte Höß an, die vor Monaten gegründete Task Force zur Verschönerung der Promenade wiederzubeleben.

Von Gabi Werner

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