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Das alte Jodbad wird abgerissen.

Landratsamt erteilt Baugenehmigung

SME darf loslegen: Wann kommt der Abriss?

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Das Luxushotel mit Medizinzentrum auf dem Jodbadgelände ist ein Projekt der Superlative. Das Landratsamt Miesbach hat die Baugenehmigung jetzt erteilt. Doch der Zeitplan ist noch immer offen.

Bad Wiessee –Das alte Jodbad macht Platz für Großes: ein Aktivitätshotel der Luxusklasse mit 119 Zimmern, davon 30 Suiten, dazu ein medizinisches Funktionsgebäude mit zwei OP-Sälen und zahlreichen Behandlungsräumen. Die Wandelhalle wird zum Gastronomie-Tempel, es entstehen ein bezaubernder Park, ein Spa-Bereich, Saunen und eine Pool-Anlage. Die Planung der Schweizer Firma Sports Medicine Excellence Group (SME) hat das Bauamt des Landkreises schwer beschäftigt. „Es war eines der größten Bauvorhaben, wenn nicht das größte, das unser Bauamt je bearbeitet hat“, meint Landkreis-Sprecher Birger Nemitz. Vielleicht auch das teuerste. „Die Bausumme ist enorm. Eine der höchsten, die wir je aufgerufen haben“, meint Nemitz, ohne eine Zahl zu nennen. Die Prüfung des Mammutprojekts ist jetzt abgeschlossen. „Die Bescheide werden heute zugeschickt“, erklärte Nemitz am Dienstag.

Heißt: SME kann loslegen. Eigentlich sofort. Wie berichtet, hatte SME-Chef Florian Kamelger mit dem Abriss der bestehenden Gebäude schon Mitte Oktober beginnen wollen, dies aber wegen der ausstehenden Baugenehmigung verschoben. Ganz so eilig hat er es nun doch nicht. „Wir warten auf die Baugenehmigung und planen dann die nächsten Schritte in Absprache mit der Gemeinde“, erklärt Kamelger. Mehr könne er zum Zeitplan aktuell nicht sagen. Noch nicht einmal, ob der Abriss heuer überhaupt noch beginnt. Stillschweigen auch über die Höhe der Bausumme. „Ich weiß erst am Schluss, was ich ausgegeben habe“, meint der SME-Chef.

Klar ist: Mit der Baugenehmigung ist der Kaufpreis fällig, den SME an die Gemeinde Bad Wiessee zu zahlen hat. Rund sieben Millionen Euro sind fällig. Mit dem warmen Regen wird die Gemeinde Schulden tilgen. Eine runde Million Euro muss die Kommune allerdings für den Abriss des Jodbads berappen. „Wir übernehmen die Kosten“, meint Bürgermeister Peter Höß. Mit der Abbruchplanung sei die Gemeinde aber nicht befasst. Die liege in der Hand von SME. Das Unternehmen habe auch die Angebote von Abbruchunternehmen eingeholt.

Hält SME den in der Vergangenheit ausgerufenen Zeitplan, müsste in den nächsten Wochen alles ganz schnell gehen. Abbruch und Neubau sollen ineinander übergehen. 2020 wäre der Komplex dann fertig.

Unterdessen treibt die Gemeinde den Bau ihres Badehauses voran. Die Baustelle neben dem Badepark ist eingerichtet. „Jetzt steht die Pfählung bevor“, meint Bürgermeister Höß. Sie ist wegen der schwierigen Bodenverhältnisse nötig. Sofern die Witterung es zulässt, will die Gemeinde den Neubau nach den Plänen des Architekturbüros Thun jetzt zügig hochziehen. Dort werden künftig die Bäder mit dem heilsamen Jodschwefelwasser verabreicht. Derzeit geschieht dies in einem Übergangsquartier im Badepark.

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