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Professor Thomas Wessinghage

Erste  deutsch-chinesische Konferenz im Medical Park Bad Wiessee 

Start als Coaching-Partner für Shenzhen

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Zum ersten Mal findet in der Medical-Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee eine deutsch-chinesische Reha-Konferenz statt.  Wir haben mit ProfessorThomas Wessinghage (66) über die Hintergründe gesprochen.

Die Welt rückt zusammen: Zum ersten Mal findet in der Medical-Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee eine deutsch-chinesische Reha-Konferenz statt. Es geht darum, Sicht- und Handlungsweisen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit denen der medizinischen Reha in Deutschland und China zu vergleichen. Wir haben mit dem Ärztlichen Direktor Professor Thomas Wessinghage (66) über die Hintergründe gesprochen.

-Herr Professor Wessinghage, wie ist die Idee zu dieser Konferenz entstanden?

Chinesische Unternehmen sind derzeit auf dem Weltmarkt sehr aktiv, so auch in Deutschland. Wir haben unsere Kontakte und sind gebeten worden, unsere Kompetenz chinesischen Kollegen zugänglich zu machen. Konkret geht es um ein Krankenhaus in Shenzen, eine 13-Millionen-Stadt südlich von Hongkong. Dort soll Reha angeboten werden.

-Und da ist Ihre Expertise gefragt?

Reha, wie sie in Deutschland angeboten wird, ist ein Alleinstellungsmerkmal. Was unsere Reha auszeichnet, ist in der TCM nicht vorhanden: dass der Patient selbst aktiv wird. Nach unserem Ansatz wird der Patient zum Handelnden, ist nicht der Erduldende. Diese Sichtweise ist ein maßgeblicher Stützpfeiler der Reha deutscher Prägung. Die Kollegen in Shenzen haben auch Verbindungen zur Sport Universität Peking. In diesem Dreiecks-Verhältnis bewegt sich der Kongress. Wir freuen uns sehr, dass namhafte chinesische Mediziner und Wissenschaftler zu uns nach Bad Wiessee kommen. Ich leite den Kongress gemeinsam mit Professor Anli Wang von der Beijing Sport Universität. Für die Kollegen ist es auch eine Gelegenheit, unsere Einrichtung zu besichtigen.

-Waren Sie selbst auch in China?

Ich habe vor einem Förderkomitee in China einen Vortrag über unser Reha-Konzept gehalten. Wir unterstützen das Krankenhaus in Shenzhen als Coaching-Partner. Das heißt, wir führen Schulungen für chinesisches Personal in Deutschland durch und entsenden auch Dozenten nach China.

-Wenden Sie im Medical Park auch Elemente der TCM an?

Wir setzen Akupunktur ein und sind überhaupt an der TCM interessiert. Ich persönlich habe schon bei meiner früheren Tätigkeit als Ärztlicher Direktor im Saarland viele Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt. Ich bin gespannt, was die Chinesen bei uns einbringen. Diese erste Konferenz ist ein Versuch, mit heißer Nadel gestrickt. Wenn er sich bewährt, denken wir auch an eine Wiederholung.

Die Konferenz findet am Freitag und Samstag in der Klinik St.Hubertus statt. Zum Programm gehören neben Fach-Vorträgen auch Aktivitäten wie Qigong am See, Pilates und eine Joggingrunde mit Wessinghage, der als deutscher Leichtathlet Europameister über 5000 Meter und 22 Mal Deutscher Meister wurde.

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