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Auf dem Gelände der ehemaligen Spielbank und des alten Haus des Gastes sollen fünf Häuser mit Wohnungen und Geschäften entstehen. Sie dienen der Querfinanzierung des Hotelprojekts.

“Da muss für die Gemeinde ein bisserl was rausschauen“

Strüngmann-Häuser: Wiessee wünscht sich Gegenleistung

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Zur Finanzierung ihres Hotelprojekts möchte die Familie Strüngmann am Seeufer in Bad Wiessee auch fünf Wohn- und Geschäftshäuser bauen. Die Gemeinde ist bereit, diese Kröte zu schlucken. Sie wünscht sich aber eine Gegenleistung.

Bad Wiessee - Die größten Bauchschmerzen bereiten dem Wiesseer Gemeinderat die Pläne Strüngmanns, neben dem neuen Nobel-Hotel am See auch fünf Häuser mit Wohnungen und Geschäften zu errichten. Klaudia Martini (SPD) kam daher in der Sitzung am Donnerstag noch einmal auf ein Angebot zu sprechen, das Strüngmanns Athos GmbH der Gemeinde offenbar im Gegenzug unterbreitet hatte. „Dass hier fünf Häuser entstehen ist ein absolutes Novum“, meinte Martini. Die Gemeinde solle dafür einen entsprechenden Ausgleich erhalten. Und diesen wollte Martini auch vertraglich gesichert wissen.

Wie Bürgermeister Peter Höß auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung bestätigt, hatte die Firma Strüngmanns erklärt, an anderer Stelle in Bad Wiessee ein Gebäude fürs Personal schaffen zu wollen und einen Teil der Wohnungen dem Kommunalunternehmen der Gemeinde zinsgünstig und für einen bestimmten Zeitraum für eine Belegung zur Verfügung zu stellen. Sprich: günstiger Wohnraum für Wiesseer Bürger als Ausgleich für die Schaffung der neuen Gebäude beim Hotel. Ein Handel, der bei solchen Projekten durchaus nicht unüblich sei, meinte Höß.

Dass der Ausgleich vertraglich fixiert werden soll, sorgte bei Athos-Geschäftsführer Thomas Maier allerdings für wenig Begeisterung. „Wir stehen zwar zu dem Modell“, meinte er. „Doch was passiert, wenn wir kein passendes Grundstück finden oder einen Bestand erwerben?“, fragte er. Das Unternehmen könne ja nicht dazu verpflichtet werden, „ein Grundstück zu kaufen, das es nicht gibt“, meinte der Geschäftsführer.

Während Florian Sareiter (CSU) appellierte, „den Strick für den Investor jetzt nicht so eng zu ziehen“, stellte sich Fritz Niedermaier (Wiesseer Block) voll und ganz hinter die Forderung Martinis: „Da sollte für die Gemeinde schon noch ein bisserl was rausschauen“, sagte er. Am Ende wurde das Angebot der Firma Athos in den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans mit aufgenommen. „Unser gemeinsames Ziel ist es, auch in diesem Punkt eine Lösung zu finden“, meinte Höß auf Nachfrage.

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