Marodes Bauwerk: Die alte Holzpergola an der Wiesseer Seepromenade – derzeit von Holzskulpturen „bewacht“ – soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
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Marodes Bauwerk: Die alte Holzpergola an der Wiesseer Seepromenade – derzeit von Holzskulpturen „bewacht“ – soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Gemeinderat Bad Wiessee bringt Neubau-Planung mit Kiosk und Bühne auf den Weg

Seepromenade: Tage der alten Pergola sind gezählt

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Beinahe seit Jahrzehnten spricht der Gemeinderat Bad Wiessee über eine Verschönerung der Seepromenade. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Die alte Holzpergola soll weichen und einem neuen Bauwerk inklusive Kiosk, Freisitz und Bühne Platz machen.

CSU-Sprecher Florian Sareiter freute sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung über diesen „positiven Tagesordnungspunkt“. Damit komme das Gremium seinem Versprechen aus dem Wahlkampf nach, sich schnellstmöglich um eine Neugestaltung der Seepromenade zu kümmern. „Es wird Zeit, dass wir das anpacken, das Ding fällt sonst zusammen“, sagte er mit Blick auf die marode Pergola.

Statt Pergola am See: Kiosk, Freisitz, Bühne

Die groben Planungen für den neuen Holzbau stehen bereits: Demnach sollen ziemlich genau auf der Fläche der jetzigen Pergola ein 25 Quadratmeter großer Kiosk, ein überdachter Freisitz für etwa 16 Personen, ein Personal-WC und eine etwa 84 Quadratmeter große Bühne sowie ein kleiner Lagerraum entstehen. „Wir beschränken uns auf den gemeindeeigenen Grund und wollen nicht in die Grünflächen eingreifen“, erläuterte Thomas Holzapfel vom Technischen Bauamt. Nur der Bühnenbereich komme etwas höher raus als der Bestand und werde an der Rückseite verglast. Holzapfel zeigte bereits erste Skizzen der neuen Pergola, betonte aber auch, dass dies noch nicht die endgültige Planung sei. So gelte es noch, über Details bei der Fassadengestaltung (möglicherweise eine Anlehnung an das neue Jodbad von Matteo Thun), über die Ausführung des Regenschutzes für die Zuschauer, über Statik, Akustik, Entwässerung und Hochwassersicherheit zu beraten. Erst dann könne man die Genehmigungsplanung einreichen.

Johannes von Miller (Grüne) lobte das Vorhaben prinzipiell. Allerdings regte er eine Verbesserung der Optik des neuen Bauwerks an. „Das muss man sich noch mal anschauen, wir sollten weg kommen von einem Zweckbau“, sagte von Miller. Überdies erinnert er daran, dass man mit der Neugestaltung der Seepromenade eigentlich so lange warten wollte, bis auch die Details der Hotelplanung von Strüngmanns Firma Athos vorliegen, um im Stil daran anknüpfen zu können. „Wir sollten vielleicht abwarten, bis wir erste Ansichten haben“, schlug von Miller vor.

Neue Pläne an Seepromenade: Gemeinde will etwas vorwärts bringen

Eine weitere Verzögerung – so viel wurde klar – kam für den Gemeinderat aber nicht in Frage. „Wir müssen unseren eigenen Weg gehen und unser eigenes Design finden“, erklärte Florian Sareiter und erteilte damit einem Warten auf den großen Wurf der Familie Strüngmann eine Absage. Immerhin, so Sareiter, stünden für die Maßnahme an der Seepromenade seit 2014 die Mittel im Haushalt bereit. Ähnlich sah dies Johann Zehetmeier (FWG), der zu Beginn des Projekts auch einen ersten Entwurf für eine neue Pergola beigesteuert hatte. Er appellierte: „Wir sollten endlich ein Zeichen setzen, dass wir etwas vorwärts bringen.“

Ersatz für Pergola am See: Neubau soll bis 2022 stehen

Der Gemeinderat folgte dem einstimmig und fasste den Grundsatzbeschluss, die alte Pergola abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Auch ein Zeitplan wurde festgelegt: So soll der Abbruch nach der Sommersaison 2021 erfolgen, bis zum Beginn der Saison 2022 soll der Ersatzbau stehen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen weiter voranzutreiben.

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