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Einsatzkräfte proben Ernstfall an der Saurüsselalm: „Eine große Herausforderung“

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Von: Gabi Werner

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In der Dunkelheit trafen sich die Einsatzkräfte zu einer gemeinsamen Übung unterhalb der Saurüsselalm.
In der Dunkelheit trafen sich die Einsatzkräfte zu einer gemeinsamen Übung unterhalb der Saurüsselalm. Foto: privat © privat

Noch immer steht die umstrittene Saurüsselalm im Fokus der Öffentlichkeit. Nun diente das Areal unterhalb der Berggaststätte als Schauplatz für eine Großübung.

Bad Wiessee - Ausgegangen wurde von einem abendlichen Flächenbrand in dem abgelegenen Gebiet. „Sofort war klar: Das Meldebild stellt Mannschaft und Gerät vor besondere Herausforderungen“, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Übung.

Nicht nur die Anfahrt über Forststraßen, sondern auch Logistik und Wasserentnahme vor Ort seien keine einfache Aufgabe. So wurden annähernd 500 Meter Schlauch benötigt, um mit einer Kreiselpumpe das Wasser aus dem Bach zu den Löschfahrzeugen und zur Brandbekämpfung zu fördern.

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Eingeklemmt und Pfähl-Verletzung: Weiteres Szenario mitten in der Übung

Noch während dieser Einsatz in vollem Gange war, wurde ein weiteres Szenario durch die Übungsleiter bekannt gegeben. Diesmal ging es um eine Technische Hilfeleistung. Die Alarmierung: Fahrradunfall mit Forstfahrzeug, zwei Verletzte, eine davon eingeklemmt, eine mit Pfähl-Verletzung. Umgehend wurde ein Teil der Einsatzgruppe zur Patientenrettung abkommandiert und das BRK zur Versorgung entsendet. Zudem musste ein Landeplatz für zwei fiktiv angeforderte Hubschrauber eingerichtet und ausgeleuchtet werden.

Einsatzkräfte proben Ernstfall im Gebiet Saurüsselalm: Auch Waldbrandgefahr ist ein Thema

„Einsätze in entlegenen Gebieten sind eine große Herausforderung“, wird der Wiesseer Kommandant Korbinian Herzinger zitiert. Hier kämen Gerätschaften zum Einsatz, die innerorts – wo beispielsweise Hydranten zur Verfügung stehen – vielleicht nicht benötigt würden. „Dies“, so Herzinger, „zeigt die Wichtigkeit solcher Übungen.“

Sein Kollege der Feuerwehr Kreuth, Benedikt Wurm, ergänzt: „Trockene Sommer wie zuletzt bringen eine hohe Waldbrandgefahr mit sich.“ Solche Szenarien müssten daher geübt werden. Nach etwa zwei Stunden Übung gab es für die rund 70 Einsatzkräfte noch eine Brotzeit.  

Weitere Infos aus der Region lesen Sie hier. (gab)

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