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Leiten die Geschicke der vhs im Tegernseer Tal: (v.l.) Vorsitzende Eva-Maria Friz-Lampert und die langjährige Leiterin der vhs Waakirchen Hannelore Stuber. 

Neu aufgestellt im Verbund

vhs im Tegernseer Tal: Zeichen stehen auf Wachstum

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Bad Wiessee - Die alte Wiesseer Volkshochschule ist passé. Im Verbund mit Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth gibt es jetzt aber doppelt so viele Kurse. So geht es wohl auch weiter.

„Wir sind da in ein Vakuum gestoßen“, meint Eva-Maria Friz-Lampert, Vorsitzende der Volkshochschule im Tegernseer Tal. Das Nichts war die Folge langer Querelen um die Wiesseer vhs. Inzwischen geht es mit der Erwachsenenbildung am Westufer wieder bergauf. Der Tiefpunkt war im Sommer 2015 erreicht. Damals warf Renate Laubmann nach 27 Jahren als Wiesseer vhs-Geschäftsführerin im Alter von 75 Jahren hin. Vorausgegangen war ein Zerwürfnis mit Bürgermeister Peter Höß. Der hatte schon seit Jahren das Ziel im Visier, die kleine vhs der Gemeinde mit der großen am Nachbarufer zu verschmelzen. 

Zwischenzeitlich leitete ein Kuratorium die Geschicke der Wiesseer vhs

Dagegen wehrte sich Laubmann mit Unterstützung des Kuratoriums, das bis zum Frühsommer 2015 die Regie führte. Doch Laubmann trat schließlich zurück, ranBW-Gemeinderat Rolf Neresheimer wurde vom Kuratorium zu ihrem Nachfolger gewählt. Doch kurz darauf verlor das Kuratorium seinen Einfluss. Eine von der Gemeinde veranlasste juristische Prüfung hatte ergeben, dass der Verein, der die Wiesseer vhs führte, gar nicht existiert, weil ordentliche Mitglieder fehlten. Er bestand allein aus dem Kuratorium. 

Gmund und Waakirchen lehnten jeweils den Beitritt zur vhs im Tegernseer Tal ab

Der Verein wurde aufgelöst, der Wiesseer Gemeinderat beschloss die Fusion der örtlichen vhs mit dem vhs-Verbund Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth. Der Verbund heißt inzwischen vhs im Tegernseer Tal, auch wenn Gmund den Beitritt abgelehnt hat und weiter eine selbstständige vhs hat. Auch Waakirchen konnte sich nicht zur Fusion entschließen. 

Hannelore Stuber ist inzwischen sowohl in der vhs Waakirchen als auch in der vhs Bad Wiessee tätig

Allerdings gibt es jetzt trotzdem ein enges Band zwischen der vhs in Bad Wiessee und Waakirchen: in der Person von Hannelore Stuber. Die langjährige Leiterin der Waakirchner vhs ist im Auftrag der Tal-vhs seit Oktober auch für die Erwachsenenbildung in Bad Wiessee zuständig. In Waakirchen ist sie halbtags beschäftigt, für Bad Wiessee hat sie eine Viertel-Stelle. Der durchgängige Kundenservice ist aber Sache der vhs-Zentrale in Tegernsee. Unter der Telefonnummer 0 80 22 / 13 13 kann man sich dort auch über Wiesseer Kurse informieren. 

Das Kursangebot ist von 24 in 2015 auf 60 in 2016 angewachsen

Stubers Engagement gilt den Inhalten. Sie hat mit viel Einsatz zusätzliche Dozenten gewonnen und ein neues Programm gestrickt. Gab es im zweiten Semester 2015 nur noch 24 Kursangebote in Bad Wiessee, so waren es im ersten Semester 2016 ganze 60. Und es sollen noch deutlich mehr werden. „Die Durststrecke ist überwunden“, meint Stuber. 

„Eigene Räume zu haben, ist wirklich schön“

Mit den Räumen, die ihr in Bad Wiessee zur Verfügung stehen, ist Stuber mehr als zufrieden. Es gibt Seminarräume im gemeindeeigenen Hotel Zur Post, an der Sportanlage Hagngasse und auch im Seniorenstüberl. Fast alle wurden neu ausgestattet. „Eigene Räume zu haben, ist wirklich schön“, meint Stuber. Sie will das Angebot weiter ausweiten. Vor allem im Gesundheitsbereich sei Potenzial. So ist zum Beispiel am 10. Oktober ein Aktionstag in Zusammenarbeit mit dem Jodschwefelbad geplant. 

„Viele wissen noch gar nicht, dass jetzt wieder viel stattfindet in Bad Wiessee"

Für 2017 plant Stuber auch eine Studienreise – deren Organisation ist ihr Steckenpferd. Insgesamt könnte die Resonanz auf das Angebot noch besser werden, meint Stuber. Aber das brauche halt Zeit: „Viele wissen noch gar nicht, dass jetzt wieder viel stattfindet in Bad Wiessee."

jm

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