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Die Seepromenade im Bereich des Hotels Lederer (im Vordergrund) gibt derzeit ein klägliches Bild ab. Neben dem leer stehenden Hotel befindet sich die brach liegende Spielbankfläche, wiederum daneben das frühere Haus des Gastes.

Seepromenade Bad Wiessee

Strüngmann präsentiert erste Hotel-Entwürfe

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Bad Wiessee - Mit Spannung werden die Pläne von Thomas Strüngmann für ein Luxushotel an der Wiesseer Seepromenade erwartet. Ende Juni will der Unternehmer der Gemeinde erste Entwürfe vorlegen.

Der Ausgangszustand könnte keine größere Herausforderung sein. Da wartet direkt am Tegernsee-Ufer eine riesige Fläche darauf, endlich ein Gesicht zu bekommen, das der Traumlage entspricht. Aktuell wundern sich Gäste aus aller Welt über das klägliche Bild, das die Seepromenade an dieser Stelle abgibt. Da steht das Lederer, inzwischen eine Ruine, neben dem verlassenen Haus des Gastes, dazwischen eine Brachfläche.

Seit Dezember 2015 gehört das gesamte Gelände, rund 30.000 Quadratmeter, dem Tegernseer Unternehmer Thomas Strüngmann. Sein Versprechen: Dort soll ein Hotel entstehen, das die Region touristisch nach vorn bringt. Die Entwicklung des riesigen Areals hat er in die Hände von Thomas Maier gelegt, der in Strüngmanns Familien-Büro Athos Service fürs Immobilienmanagement zuständig ist.

„Wir planen intensiv“, berichtet Maier. Das Gelände wurde bereits eingehend untersucht, Bodenproben bis zu einer Tiefe von 20 Metern genommen. Inzwischen liegen konkrete Entwürfe für die Entwicklung des Geländes vor. Maier wird es dem Gemeinderat bei einer nicht öffentlichen Sitzung Ende Juni vorstellen. Bis dahin bleiben die Details geheim.

Klar ist, dass ein Luxushotel entstehen soll. Aber nicht nur das. Vorgesehen ist auch eine „weitere Nutzung“. Wie die aussehen soll, dazu äußert sich Maier vorab nicht. Vor allem nicht zu der Frage, ob auch Wohnungen geplant sind. Auszugehen ist in jedem Fall von Läden und Büros. „Das Gesamtprojekt muss sich schon auch rechnen“, macht Maier deutlich.

Die Investitionen wird Strüngmann, der mit seinem Zwillingsbruder Andreas 1986 das Pharma-Unternehmen Hexal gegründet und 2005 verkauft hat, allein stemmen. Das Hotel wird ein Pächter führen. „Wir sind mit einigen Interessenten im Gespräch“, erklärt Maier.

Bei der ersten Präsentation soll es vor allem um die Städteplanung gehen, also um die Anordnung der Baukörper. Wie berichtet, hatte der von der Gemeinde engagierte Städteplaner Eberhard von Angerer bereits im November 2014 eine Planung für das Spielbankgelände entworfen. Kern war ein 130-Zimmer-Hotel im Fünf-Sterne-Bereich in Form einer Banane. Dieser Entwurf sei aber kein Thema mehr, erklärt Maier. Schließlich müsse jetzt, da Strüngmann auch Eigentümer des Hotels Lederer ist, eine sehr viel größere Fläche entwickelt werden.

Der frühere Eigentümer Josef Lederer lebt noch immer in einem Nebengebäude des Hauses.

In einem Nebengebäude des Lederer hat noch immer der frühere Eigentümer Josef Lederer sein Zuhause. Der hofft weiter darauf, dass das geschichtsträchtige Hotel saniert wird, vielleicht Denkmalschutz bekommt. Doch das kommt Maier zufolge nicht in Frage: Er sieht keine Alternative zum Abriss des Hotels, dessen Parterre beim Hochwasser im Juni 2013 überflutet wurde. Mit Josef Lederer sei er in gutem Kontakt, berichtet Maier.

Auch das alte Haus des Gastes wird weichen. Wann der Abriss erfolgt, ist offen. Er muss aber nicht bis zum Baubeginn fürs Hotel warten. Wenn die Gemeinde es wünsche, könne der Abbruch auch früher erfolgen, meint Maier. Allerdings sollte dann zumindest ein erster Schritt in Richtung Baurecht erfolgt sein.

Maier hofft, dass der Gemeinderat zügig den Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan fasst. Das wiederum hängt davon ab, wie die demnächst präsentierten Entwürfe beim Gremium ankommen. Stoßen sie auf Zustimmung, will Maier das Projekt der Öffentlichkeit präsentieren. Geht jetzt alles flott voran, könnte der Baubeginn 2018 erfolgen.

jm

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