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Es lässt sich gut wandern am Tegensee (hier in Richtung Riederstein). Dennoch wünscht sich Vize-Bürgemeister Robert Huber, dass der Sport-Tourismus gestärkt wird.

Neuer TTT-Chef stellt Budget im Wiesseer Gemeinderat vor

Vize-Bürgermeister wünscht sich mehr Sport-Tourismus

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Das Budget für 2017 stellte Christian Kausch, neuer Geschäftsführer der TTT, jetzt im Wiesseer Gemeinderat vor. Dabei wurde auch der Wunsch laut, den Sport-Tourismus zu stärken.

Bad Wiessee - Das Gesamtbudget der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) verringert sich im Jahr 2017 um etwa 90.000 Euro auf knapp 4,1 Millionen Euro. Damit ergibt sich auch für die Gemeinde Bad Wiessee als Gesellschafterin eine Ersparnis – und zwar um 31.000 Euro. Ihr Anteil beträgt nun knapp 148.000 Euro. Diese Zahlen hatte Geschäftsleiter Christian Kausch im Gepäck, als er jetzt im Gemeinderat Bad Wiessee vorstellig wurde. Er betonte aber auch: „Das Budget sinkt, ohne dass wir an Leistungskraft verlieren.“

45 Prozent, also der Bärenanteil, des TTT-Budgets entfällt aufs Marketing (1,8 Millionen Euro), 37 Prozent aufs Gäste- und Anbieterwesen (1,5 Millionen Euro) sowie die übrigen 18 Prozent auf die Verwaltung (759 410 Euro). Kausch, der nach eigenem Bekunden verstärkt auf Transparenz setzen möchte, nannte die wichtigsten Projekte, die die Tourismus-Organisation heuer angehen möchte.

Allen voran die Überarbeitung der Website tegernsee.com. „Das ist im Budget ein großer Punkt“, sagte der Geschäftsleiter. Die Homepage sei etwas in die Jahre gekommen und müsse daher dringend modernisiert werden. Auch die TegernseeCard möchte die TTT weiter stärken. Nachdem ab April die Tegernsee Schifffahrt als Leistungsträger mit an Bord ist, möchten Kausch und sein Team noch weitere Partner gewinnen. Gemeinderätin und Gastgeberin Birgit Trinkl (Wiesseer Block) regte an, bei der Suche nach Betrieben auch über die Tal-Grenzen hinaus zu blicken und attraktive Kandidaten aus dem gesamten Landkreis anzusprechen. „Da sind wir schon dabei“, entgegnete Kausch. So verhandle man derzeit etwa über einen Beitritt der Wendelsteinbahn.

Als weitere Themen sprach der TTT-Chef unter anderem den neuen Tegernseer Preisfinder an („wir haben schon an die 30 Anfragen anderer Regionen, die die Software kaufen möchten“), die Beteiligung an Messen wie der ITB, die Neukonzeption des „Tag des Tourismus“ sowie den Gesundheits-Tourismus („wir wollen das Tal als Gesundheits-Region stärken“). Auch kümmert sich die Gesellschaft wieder um diverse Großveranstaltungen – erstmals ist darunter eine Oldtimer-Rallye, die vom Startpunkt am Tegernseer Schloss bis nach Holland führt.

Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) wollte dem neuen Geschäftsführer zwei Punkte ans Herz legen. Zum einen bat er darum, dem Sport-Tourismus künftig mehr Bedeutung zuzumessen. „Der ist bei uns völlig unterbewertet“, fand Huber. Und das zweite Anliegen: „Bitte machen Sie kein neues Logo!“ Die bisherigen („eines greisliger als das andere“) seien völlig ausreichend.

„Sport ist bei uns schon ein Thema“, entgegnete Kausch. Schließlich sei das Tal eine hervorragende Radl- und Wander-Region, zudem sei die TTT auch an hiesigen Sportveranstaltungen beteiligt. Mit Blick auf das Mountainbike-Festival, das inzwischen vom Tegernsee an den Achensee abgewandert ist, meinte er: „Wir wollen das irgendwie ersetzen, wenn auch nicht mit dem gleichen Thema.“ Klaudia Martini (SPD) bemerkte in diesem Zusammenhang: „Natur und Sport können wunderbar zusammenpassen – es kann aber auch daneben gehen.“ Zu viel Action und Events könnten die Natur zunichte machen. Martini: „Man muss nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Bergen rumlatschen.“

Mit einem einstimmigen Beschluss segnete der Gemeinderat schließlich das TTT-Budget fürs Jahr 2017 ab.

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