Kurz vor der Eröffnung des Neubaus: Renate Zinser freute sich auf den Start. 
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Kurz vor der Eröffnung des Neubaus: Renate Zinser freute sich auf den Start. 

Renate Zinser scheidet Ende September aus

Überraschung: Jodschwefelbad bekommt neuen Geschäftsführer

  • Christian Masengarb
    VonChristian Masengarb
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Renate Zinser scheidet Ende September als Geschäftsführerin des Jodschwefelbads in Bad Wiessee aus. Ihr Nachfolger wird ein alter Bekannter.

Bad Wiessee - Renate Zinser scheidet Ende September nach sieben Jahren als Geschäftsführerin des Jodschwefelbads in Bad Wiessee aus. Ihr Nachfolger wird laut Gemeinde Helmut Karg von HKH Management, den Bad Wiessee als Projektentwickler für den Neubau des Badehauses eingesetzt hatte.

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Für Zinser stand ihr Abschied vom Jodschwefelbad schon seit einigen Wochen fest, nur der Zeitpunkt war noch offen. Grund sei, dass sie ihre Ziele alle erreicht habe: 2014, als Zinser in ihr Amt startete, stand die Schließung des Jodschwefelbads im Raum. Das wollte sie verhindern: „Es wäre schlimm, wenn man so ein Juwel hat und es aufgibt.“ Mit der Interimslösung im Badepark und dem Neubau des Badehauses – trotz Corona fast im Zeitplan und einer Punktlandung bei den Baukosten – ist dies nun vom Tisch.

Zinser fragte sich, ob sie noch einmal Energie sammeln und neu anschieben oder lieber eine Pause einlegen sollte. Sie entschied sich für die Pause. Wie es danach weiter geht, lässt sie sich noch offen.

Zinser hatte 2014 die Geschäftsführung der GmbH übernommen. Ihrem beständigen Engagement sei es maßgeblich zu verdanken, dass die Interimslösung des Jodschwefelbades im Badepark zustande kam, schreibt die Gemeinde in einer Pressemeldung. Die damalige Alternative sei die komplette Schließung der Heilanwendungen gewesen - eine Wahl, welche mutmaßlich den Bau des heutigen Badehauses verhindert hätte.

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Zinser hat sich zusätzlich zu Ihren Aufgaben als Geschäftsführerin über die Maßen in die Ausführungen des Neubaus des Badehauses eingebracht und somit maßgeblich dazu beigetragen, dass der für das Frühjahr 2020 geplante Eröffnungstermin ohne Corona hätte gehalten werden können und zudem eine Punktlandung bei den Baukosten erreicht werden konnte.

Bürgermeister Robert Kühn dankte Zinser „für Ihren unermüdlichen Einsatz und für Ihre stete und stets geäußerte Überzeugung für das Bad Wiesseer Heilwasser“.

Hintergrund-Infos: Wegen der Corona-Krise musste die Badehaus-Eröffnung warten: Auch dem neuen Flaggschiff der Gemeinde Bad Wiessee hatte das Virus den Wind aus den Segeln genommen. Das edle Jodbad der Gemeinde musste die Eröffnung verschieben.

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