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Hell und modern präsentiert sich die neue Gastronomie im Badepark. Pächter Klaus Glöckl (r.), hier mit Betriebsleiter Andreas Schmid, war bereits in die Planungen für das neue Bistro mit eingebunden.

Nach komplettem Umbau und Pächter-Wechsel

Bistro im Badepark macht wieder auf

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Bad Wiessee - Im Wiesseer Badepark wird bald wieder aufgetischt: Am 20. Dezember soll dort das neue Bistro eröffnen. Mit dem Miesbacher Klaus Glöckl hat die Gemeinde einen erfahrenen Pächter gefunden.

Seit Ende April mussten die Besucher des Badeparks ohne Verpflegung auskommen. Damals hatte Betreiber Richard Sujansky nach nur wenigen Jahren das Handtuch geworfen. Die Gemeinde nahm das zum Anlass, ein neues Konzept für das Bistro zu entwerfen. „Die Gastronomie war nicht mehr zeitgemäß, wir wollten den Service für die Badegäste deutlich verbessern“, sagt Gemeinde-Geschäftsleiter Michael Herrmann.

Nun befindet sich die Maßnahme auf der Zielgeraden. „Wir haben so gut wie alles verändert“, berichtet Herrmann. So wurde etwa ein neuer Übergang geschaffen, über den die Gäste vom Bad ins Bistro gelangen können. Dort erwartet die Besucher eine großzügige Theke, wo ihnen die künftige Speisenauswahl präsentiert wird. „Das Bistro haben wir optisch in einen Bereich mit Tischen und Stühlen und in einen Lounge- und Ruhebereich aufgeteilt“, schildert Herrmann. Künftig lässt sich hier also auch im Liegen ein Espresso oder Latte Macchiato schlürfen.

Eine Neuerung, die das Speisen im Badepark künftig komfortabler macht: Die Badenden müssen nicht mehr zum Bargeld greifen, das Bezahlen funktioniert über das neu eingeführte elektronische Chipsystem. Abgerechnet wird erst zum Schluss. Ebenfalls neu ist der Umstand, dass die Gastronomie künftig allein den Badegästen vorbehalten ist. Von außen ist das Bistro nicht mehr zugänglich.

Knapp 300.000 Euro lässt sich die Gemeinde den Umbau kosten, eingeplant waren ursprünglich nur 260.000 Euro. Doch laut Herrmann gab’s bei der Baustelle unerwarteten Mehraufwand. So habe man beispielsweise die marode Fensterfront des Bistros ersetzen müssen. „Die war undicht und verrostet.“

Wenn nun am 20. Dezember das Bistro wieder aufmacht, hält ein erfahrener und im Landkreis nicht unbekannter Gastronom die Fäden in der Hand. Als Pächter hat die Gemeinde den 55-jährigen Klaus Glöckl gewonnen. Er betreibt aktuell in Miesbach die Osteria Himmisepp und führte in der Vergangenheit auch elf Jahre lang im Waitzinger Keller (Culinaria) gastronomisch Regie.

Im Badepark will der Miesbacher nicht nur Kiosk-Klassiker wie Schnitzel und Pommes servieren, sondern auch moderne und leichte Gerichte auf den Speisenplan setzen. Als Beispiele nennt Glöckl „schöne Salate“, „mediterrane Nudelgerichte“, Suppen je nach Saison sowie fleischlose und sogar vegane Gerichte.

Grundsätzlich werden die Gäste ihr Essen an der Theke ordern und selbst mit zum Tisch nehmen, dennoch will der Betreibern nicht von einem reinen Selbstbedienungslokal sprechen. „Wir räumen ab und bringen das Essen, wenn es noch nicht fertig ist, auch an den Tisch“, erläutert Glöckl. „Komfort-Selbstbedienung“ nennt der Betreiber das.

Auch die Kinder sollen im neuen Badepark-Bistro auf ihre Kosten kommen. Man wolle zwar kein „Lutscher-Kiosk“ sein, die jungen Gäste dürften sich aber auf Leckereien wie Steckerleis und eine eigene „Kinderbox“ freuen. Auch ihre Geburtstage können die jungen Wasserratten hier feiern. „Das machen wir sehr gerne“, sagt der Wirt, der selbst Familienvater ist. Die Gastronomie im Badepark, so betont er, sei ihm eine Herzensangelegenheit.

Die Eröffnung

Am Dienstag, 20. Dezember, nimmt der Kiosk im Badepark seinen Betrieb wieder auf. Eine offizielle Eröffnung ist dann für Freitag, 23. Dezember, geplant. Ab 10 Uhr laden Gemeinde und Betreiber zu einem Christkindl-Frühschoppen ein und werden dabei die neuen Räumlichkeiten präsentieren. Jeder Interessierte ist willkommen – nicht nur Badegäste. An diesem Tag können auch Besucher in normaler Kleidung vorbeischauen.

gab

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