+
Derzeit Heimat des Jodschwefelbads: Badepark.

Soll das Jodbad doch einfach im Badepark bleiben

Vor Mammut-Sitzung: CSU zerpflückt erneut Badehaus-Pläne

Am Donnerstagabend trifft sich der Wiesseer Gemeinderat, um die umstrittenen Badehauspläne groß aufzurollen. Kurz vorher überrascht die CSU mit einer ganz neuen Idee. Billiger wäre sie sicher...

Bad Wiessee – Die umstrittenen Pläne für den Neubau des Badehauses rollt der Wiesseer Gemeinderat am heutigen Donnerstag bei einer internen Klausur und der öffentlichen Sitzung im Anschluss groß auf. Der CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter, der wie sein Onkel und Fraktionssprecher Kurt Sareiter an diesem Termin verhindert ist, geht nun vorab mit einer Pressemitteilung in die Offensive: Er unterstreicht den vorliegenden Antrag, die Pläne komplett zu überdenken – mit dem Vorschlag, die Interimslösung zum großen Wurf zu machen. Sareiter will eine Gesamtplanung für einen Neubau von Jodschwefelbad und Badepark geprüft sehen.

Seit Februar laufen die Anwendungen des Jodschwefelbads im Badepark. „Die CSU-Fraktion war wie viele andere vom Ergebnis positiv überrascht“, schreibt Sareiter. Die CSU sehe das als Chance, sich Zeit zu nehmen für die „bestmögliche Lösung“.

Für die CSU stehe längst fest, dass es ohne einen Neubau schwierig sein werde, Jodschwefelquellen erfolgreich zu vermarkten, so Florian Sareiter. Angesichts der Investitionskosten fürs bisherige Badehaus-Projekt – insgesamt 8,7 Millionen Euro – dürfe man sich aber nicht mit dem Anspruch zufrieden geben, das jährliche Defizit des Jodschwefelbads von 500.000 auf bestenfalls 150.000 Euro zu drücken. Zumal auch beim Badepark jährlich ein Minus von einer Million Euro aufgefangen werde. „Die Überlegung einer Gesamtplanung von Badepark und Jodschwefelbad-Neubau muss geprüft sein“, schreibt Sareiter. „Eine Möglichkeit wäre dabei zum Beispiel ein großzügiger Erweiterungsbau der derzeitigen Jodschwefelbad-Interimslösung auf den Flachdächern des Badeparks.“ Die Rutsche solle erhalten, die Außenanlagen ausgebaut werden. Auch das Jodschwefel-Anwendungskonzept müsse auf den Prüfstand: „Hier plant man lediglich mit einem Konzept, das die letzten 26 Jahre ständig an Zulauf verloren hat“, so Sareiter. „Ist heute nicht vielmehr Medical-Wellness gefragt?“ Als Beispiele nennt er Badegrotten, Innen- und Außenwhirlpools sowie Aromaduschen. „Es lohnt sich, die bisherige Lösung nachzubessern.“  

ag

Die öffentliche Sitzung

des Gemeinderats beginnt um 19 Uhr im Rathaus. Das Gremium befasst sich dabei auch mit den Stellungnahmen zum Bebauungsplan an der Ringbergstraße sowie mit dem Haus Ursula.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Mit majestätischen Bläserklängen ist am Donnerstagabend die 45. Tegernseer Woche eröffnet worden. Die Chiemgauer Bläsergruppe Rupertiblech führte das Publikum zurück in …
Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Eigentlich bat der Kindergarten in Bad Wiessee nur um einen Zuschuss. Doch den Antrag nahm der Gemeinderat zum Anlass, um einen Wunsch loszuwerden. Es geht um die …
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Das Projekt „Zeiselbach Winterstube“ ist für Bad Wiessee gestorben. Die Gemeinde will den Pachtvertrag für die einstige Forstarbeiter-Hütte kündigen. Das Ende einer …
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Ein Mal quer durch den See
Radfahren, Laufen, Segeln – in diesen Disziplinen ist der Tegernsee bereits präsent. Jetzt kommt das Langstreckenschwimmen.
Ein Mal quer durch den See

Kommentare