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Die Wiesseer Spielarena ist in die Jahre gekommen. Wenn es nach SPD und Wiesseer Block geht, soll dort eine neue Spielarena entstehen: auf dem Dach eines Parkhauses.

SPD und Wiesseer Block legen gemeinsamen Antrag vor

Überraschender Vorschlag für Bad Wiessee: Spielarena soll auf ein Parkhaus

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Ein nagelneues Parkhaus - auf dem Dach die neue Spielarena. Mit einem spektakulären Antrag fürs Wiesseer Kurviertel warten die Fraktionen von Wiesseer Block und SPD auf. Die Diskussion dürfte spannend werden.

Bad Wiessee – Das Kurviertel Bad Wiessees befindet sich im Umbruch. Auf der einen Seite entsteht dort das neue Jodschwefelbad, auf der anderen Seite wird über die Zukunft von Badepark und Spielarena heiß diskutiert. In dieser Situation legen die Gemeinderats-Fraktionen von SPD und Wiesseer Block nun einen überraschenden Antrag vor: Sie schlagen den Bau eines Parkhauses vor – und darauf die Errichtung einer neuen Spielarena. „Das wäre die Quadratur des Kreises“, zeigt sich SPD-Gemeinderätin Klaudia Martini überzeugt.

Für die beiden Fraktionen ist eines klar: Schon jetzt und noch verstärkt in der Zukunft werde im Kurviertel zusätzlicher Parkraum benötigt, „um die Attraktivität der vorhandenen Angebote nicht zu gefährden“. Um Kapital und Grund zu sparen, schlagen die insgesamt acht Mitglieder der beiden Fraktionen eine „Doppelnutzung“ des Grundstücks vor, auf dem derzeit noch die ehemalige Tennishalle und heutige Spielarena steht. Auf der Fläche, die der gemeindeeigenen Jodschwefelbad-Gesellschaft gehört, solle ein Parkhaus entstehen. Damit aber nicht genug: „Da auch künftig eine Spielarena für das Freizeit- und Tourismusangebot gewünscht ist, macht es Sinn, eine neue Arena auf das Parkhaus zu stellen“, heißt es in dem Antrag, der gestern Bürgermeister Peter Höß (ebenfalls Wiesseer Block) zuging.

Lesen Sie hier den letzten Stand zum Thema Spielarena: SPD-Antrag „überflüssig und unrealistisch“: Spielarena wird zum Zankapfel

„Dass das technisch geht, ist klar“, sagt Martini über die vorgeschlagene Doppelnutzung. Als Beispiele nennt sie etwa das Funktionsgebäude auf dem Parkdeck des nahen Medical Parks St. Hubertus oder auch Projekte in München, wo mittlerweile vielfach Wohnungen auf Parkplätzen errichtet würden. Um das Vorhaben umzusetzen, müsse der Bebauungsplan entsprechend geändert werden. „Die hierfür notwendigen Prüfungen sind durch die Verwaltung einzuleiten“, heißt es in dem Antrag.

Ist ein solches Projekt angesichts der klammen Finanzlage Bad Wiessees aber nicht zu gewagt? „Das wäre das erste Parkhaus, das sich finanziell nicht rentiert“, entgegnet Martini. In dem Antrag heißt es: „Die Bewirtschaftung eines Parkhauses kann wirtschaftlich ertragreich sein, wie an vielen Beispielen nachweisbar ist.“ Die Kosten für den Bau seien daher refinanzierbar. Gestalterisch könne ein Parkhaus zum Beispiel durch Begrünung und „eine ansprechende Architektur“ sehr gut in das neue Gesamterscheinungsbild passen, erklären die Fraktionen weiterhin. Eine Tiefgarage sei aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse in diesem Bereich keine Alternative.

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Die nächste öffentliche Sitzung des Wiesseer Gemeinderats findet am nächsten Donnerstag, 6. Juni, statt. Ob der Antrag von SPD und Wiesseer Block dann bereits auf der Tagesordnung steht, konnte Martini gestern nicht einschätzen. „Ich bin mir nicht sicher, ob das fristgemäß noch reicht.“

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