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Per Webcam Sex mit Buben: Ist der Wiesseer deshalb pädophil? Ein Gutachten lässt auf sich warten.

Verhandlung wird im Herbst neu aufgerollt

Webcam-Sex mit hunderten Buben - vorerst kein Urteil

Bad Wiessee - Der Wiesseer (41) masturbierte beim Video-Chat mit Buben - und forderte sie auf mitzumachen, was viele auch taten. Doch ein Urteil gibt es in dem Fall erstmal nicht.

Vorerst wird es nichts mit einem Urteilsspruch gegen den 41-jährigen Wiesseer, der sich vor dem Miesbacher Amtsgericht wegen des Verbreitens pornografischer Schriften und des Missbrauchs von Kindern verantworten muss. Auch am dritten Verhandlungstag fehlten noch wichtige Detailinformationen, die über ein Strafmaß für den Wiesseer entscheiden könnten – nämlich ein Gutachten und die Aussage einer Zeugin.

Ist der Wiesseer (41) pädophil? Gutachten fehlt

Das Gutachten soll ein Sachverständiger erstellen, es soll Aufschluss darüber geben, ob bei dem 41-Jährigen ein pädophile Neigungen besteht oder eben nicht. Die Zeugin ist momentan erkrankt und wird sich noch bis September im Krankenstand befinden. Somit blieb Amtsgerichts-Direktor Klaus-Jürgen Schmid nichts anderes übrig, als die Verhandlung zunächst auszusetzen. „Im Herbst wird der Fall dann von vorne begonnen“, sagte Schmid.

Zeugen fehlt bis September

Das Gutachten war laut dem Direktor bislang noch nicht hinzugezogen worden, da – so die Darstellung vor dem Gericht – die Skype-Opfer des Wiesseers, die größtenteils nicht älter als 14 bis 16 waren, keine körperlichen Schäden davongetragen haben. Der 41-Jährige vollzog lediglich sexuelle Handlungen an sich selbst und bat die Jugendlichen, es ihm gleichzutun – was viele von ihnen auch machten. Dann speicherte er die Bilder der nackten Teenager auf seinem Laptop sowie einer externen Festplatte. „So ein Gutachten zu erstellen, braucht seine Zeit“, sagte Schmid, „da jedoch auch die Zeugin bis September fehlt, können wir das Verfahren ohnehin nicht beschleunigen.“

Der Rechtsanwalt des Wiesseers gab eine kurze Erklärung ab: „Mein Mandant wird als Kinderschänder hingestellt. Wir wollen beweisen, dass es nicht so ist.“ Ein genauer Termin für die Neuansetzung der Verhandlung steht noch nicht fest.

hph

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