1. Startseite
  2. Lokales
  3. Tegernsee
  4. Bad Wiessee

Weiterer Kauf Strüngmanns in Bad Wiessee: Investor erwirbt Wienerwald-Gebäude

Erstellt:

Von: Gabi Werner

Kommentare

Eine wechselvolle Geschichte hat das derzeit leer stehende Gebäude an der Münchner Straße in Bad Wiessee. Nun hat es die Familie Strüngmann erworben.
Eine wechselvolle Geschichte hat das derzeit leer stehende Wienerwald-Gebäude an der Münchner Straße in Bad Wiessee. Nun hat es die Familie Strüngmann erworben. © Thomas Plettenberg

Nicht nur am Seeufer von Bad Wiessee wächst das Areal von Hotel-Investor Strüngmann. Der Unternehmer hat sich auch ein Gebäude in der Ortsmitte gesichert - und hat dafür bereits Pläne.

Bad Wiessee – Das von der Familie Strüngmann geplante Luxushotel am Seeufer von Bad Wiessee nähert sich langsam der Umsetzungsphase. Um es einmal erfolgreich führen zu können, wird der Betreiber auf viel Personal angewiesen sein. Schon 2019 hat Strüngmanns Büro Athos daher das Hotel am Kureck erworben, um dort Mitarbeiterwohnungen entstehen zu lassen. Nun hat sich der Investor ein weiteres Objekt gesichert: Wie Athos-Sprecher Stephan Heller bestätigt, wurde der ehemalige Bayerische Hof – auch bekannt unter der Bezeichnung Wienerwald – an der Münchner Straße „unabhängig der Entwicklung des Hotelareals“ erworben. Geplant seien dort ausschließlich Mitarbeiterwohnungen, so Heller. „Eine weitere Nutzung ist vorerst nicht vorgesehen.“

Früher befand sich im Gebäude die allererste Spielbank Bad Wiessees

Es ist schon einige Jahre her, dass das Gebäude an der Hauptstraße mit Leben erfüllt war. Ganz früher einmal – in den 50er- und 60er-Jahren – befand sich darin die allererste Spielbank Bad Wiessees. Damals firmierte das Gebäude noch unter dem Namen Café Bauer. Später, nachdem die Spielbank ans Wiesseer Seeufer umgezogen war, führte dort der scheidende Postwirt Kurt Geiß viele Jahre erfolgreich den Wienerwald und den Heurigen mitsamt Tanzlokal, ehe unter anderem ein griechisches und ein indisches Restaurant in dem Gebäude ihr Glück versuchten. Zuletzt stand das Haus im Ortszentrum für einige Jahre leer.

Bürgermeister hofft auf neue Entwicklung der gesamten Ortsmitte

Dass es nun einen Eigentümer-Wechsel gab und das Gebäude einer neuen Zukunft zugeführt werden soll, wertet Bürgermeister Robert Kühn (SPD) als positiv. „Jetzt ist die Hoffnung da, dass es eine Entwicklung für das gesamte Areal gibt – das ist nur gut für unseren Ort“, sagt Kühn. Der Rathaus-Chef meint damit nicht nur den ehemaligen Bayerischen Hof, sondern auch das direkt gegenüber liegende Grundstück des einstigen Hotels Ritter (Grühn-Areal). Bekanntlich plant dort der Irschenberger Unternehmer Marcel Dittrich die Realisierung einer neuen Ortsmitte inklusive Gastronomie, Wohnungen, Gewerberäumen, Einkaufsmärkten und großer Tiefgarage. Kühn freut sich über die Chance, dass hier nun das komplette Areal neu entwickelt wird – wie bei Dominosteinen habe ein Projekt das nächste angestoßen.

Bürgermeister Kühn: Ins Strüngmann-Gebäude muss auch Gewerbe einziehen

Über die genaue Nutzung des früheren Bayerischen Hofs wird allerdings noch zu reden sein. Laut Kühn liegt das Gebäude in einem Sondergebiet, die Nutzung sei festgeschrieben. „Im Erdgeschoss müssen Gewerbeeinheiten erhalten bleiben“, sagt der Bürgermeister. Darüber sei die Schaffung von Wohnungen möglich. Kühn geht davon aus, dass der Umbau des Gebäudes durch Strüngmann schon bald Thema in einer Sitzung des Gemeinderats oder des Bauausschusses sein wird.

gab

Auch interessant

Kommentare