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Die Ringleitung des Nahwärmenetzes deckt einen großen Bereich des Kurviertels ab. Ob sie gebaut wird, hängt von der Bereitschaft der Großabnehmer ab. 

Info-Abend zu Nahwärmenetz in Bad Wiessee

Wie viel Lärm verursacht ein Hackschnitzel-Heizwerk?

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Ein Hackschnitzel-Heizwerk im Kurviertel könnte für Bad Wiessee ein Schritt zur Energiewende sein.  Offene Fragen klärt  der ArbeitskreisTegernseer Tal Energie und Klimaschutz am Dienstag, 17. Oktober.

Bad WiesseeEin Hackschnitzel-Heizwerk im Kurviertel könnte für Bad Wiessee ein Schritt zur Energiewende sein. Aber es sind noch viele Fragen offen. Beanworten will sie Karl Schönbauer als Sprecher des Arbeitskreises Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz (ATTEK) bei einem Info-Abend am Dienstag, 17. Oktober. Er beginnt um 19.30 Uhr beim Hotel Alpenhof. Platz ist für maximal 40 Besucher, darum bittet Schönbauer um Anmeldung per Mail unter booking@al penhof-tegernsee.de oder  0 80 22 / 86010.

Die Gemeinde Bad Wiessee hat eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Nahwärmenetzes in Auftrag gegeben. Ergebnis: Der Bau eines Hackschnitzelheizwerks mit Ringleitung wäre durchaus wirtschaftlich. Als Standort des Heizwerks ist eine Fläche neben dem Badepark vorgesehen. Der erste Entwurf zeigt ein sechs Meter hohes, 24 Meter langes und 16 Meter breites Gebäude vor. Dazu gehört eine Ringleitung, an dies alle Hausbesitzer im Kurviertel anschließen könnten. Aktuell stehen in dem Bereich 95 Häuser.

Aber welche Belastung bedeutet das Heizwerk für die Anwohner? Mancher ist wegen der Immissionen in Sorge. Eben darum will Schönbauer umfassend informieren. „Wir wollen Vertrauen schaffen“, macht er klar. Schönbauer selbst ist von dem Projekt überzeugt. Es gehe um einen „entscheidenden Beitrag“ zum Erreichen der Klimaschutzziele in Bad Wiessee. Dafür komme eine Technik zum Einsatz, die dem höchsten Standard entspreche. „Wir wollen die Chance nutzen, diese regionale, ökologische und nachhaltige Wärmeversorgung nach Bad Wiessee zu bringen“, erklärt Schönbauer.

Ob das Projekt – Kostenpunkt: sechs Millionen Euro - realisiert werden kann, hängt vor allem von der Bereitschaft einiger Großkunden ab, sich zu beteiligen. Das Unternehmen Sports Medicine Excellence Group (SME), das auf dem Jodbad-Gelände ein Hotel mit Medizinzentrum errichtet, hat jedoch abgewinkt. Das Energiekonzept für den Neubau steht längst, schließlich will das Unternehmen demnächst loslegen. Der Anschluss ans gemeindliche Netz käme für das Unternehmen zu teuer.

Mit dabei wären aber das Autohaus Kathan mit fünf Gebäuden und der gemeindliche Badepark. Ob auch Athos, das Büro der Familie Strüngmann, mitzieht, ist noch offen. Athos errichtet an der Seepromenade ein Luxushotel sowie fünf Wohn- und Geschäftshäuser.

Mit der Absage von SME ist das Projekt Nahwärmenetz keineswegs geplatzt, macht Schönbauer deutlich. „Wir sind zuversichtlich, dass es trotzdem klappt.“ Es gebe zahlreiche interessierte Hausbesitzer, die gerne anschließen möchten. Nachdem SME nicht dabei sei, bestehe für die Realisierung auch kein Zeitdruck mehr: „Wir können in Ruhe planen.“  jm

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