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Der Badepark ist stark sanierungsbedürftig. Nun plant die Gemeinde erste kleinere Modernisierungs-Maßnahmen. Die Außenrutsche muss allerdings weichen, sobald das neue Badehaus kommt.

Neues Kassensystem, neuer Kiosk

Gemeinde investiert in den Badepark

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Bad Wiessee - Der Badepark bleibt dem Tegernseer Tal erhalten - vom Abriss ist keine Rede mehr. Jetzt will die Gemeinde sogar investieren und das Bad fit machen für die Zukunft.

Der Badepark ist wegen seiner hohen Betriebskosten ein Sorgenkind der Gemeinde. Zugleich ist er als einziges verbliebenes Hallenbad im Tal für die Bevölkerung unverzichtbar. In einer nicht-öffentlichen Sitzung hat sich der Gemeinderat am Donnerstagabend mit der Einrichtung befasst – und erste konkrete Verbesserungs-Maßnahmen beschlossen.

Allerdings, so stellte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) auf Nachfrage klar, sei damit die Überlegung, das Bad künftig in die Hände eines privaten Betreibers zu legen, keineswegs vom Tisch. „Das ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen“, sagt Höß. Im Moment sei die Privatisierung aber kein Thema.

Beschlossene Sache sind dagegen zwei erste Modernisierungs-Maßnahmen. „Wir werden unser Kassensystem erneuern – das steht ohnehin an“, berichtet Höß. Das derzeitige Bezahl-System sei veraltet und zudem ein Provisorium. Künftig werden die Besucher des Badeparks statt einer Papierkarte wohl ein elektronisches Armbad erhalten, auf das dann diverse Zusatzleistungen, wie etwa die Nutzung der Sauna, draufgebucht werden können. Ähnlich wie in der Seesauna in Tegernsee.

„Das ist mittlerweile Standard“, weiß der Bürgermeister, der die technische Umrüstung bereits für diesen Sommer in Aussicht stellt. „Wir wollen das so schnell wie möglich anpacken.“

Maßnahme Nummer zwei betrifft die Gastronomie im Badepark, die zuletzt für Aufsehen sorgte, weil der bisherige Wirt nach nur vier Jahren  das Handtuch warf. Er hatte seinen Schritt mit einem Besucherrückgang und damit verbundenen Umsatzeinbußen begründet. Seit einer Woche hat das Bistro nun geschlossen.

Die Gemeinde werde die gastronomischen Räumlichkeiten umbauen, kündigt der Bürgermeister an. Das Bistro werde dann nurmehr in verkleinerter Form zur Verfügung stehen. Dafür sollen auf der frei werdenden Fläche zusätzliche Liege- und Entspannungsplätze entstehen. „Die sind momentan ein bisserl knapp“, macht Höß deutlich.

Auf schmackhaften Braten und andere warme Gerichte müssen die Gäste des Badeparks künftig also verzichten. Das Angebot wird sich vielmehr auf das eines Kiosks beschränken. Dennoch spricht Höß von einem „zeitgemäßen“ und „gesunden“ Angebot. Ob die Gemeinde für den Kiosk wieder einen privaten Betreiber sucht oder den Verkauf selbst organisiert, ist noch offen.

Insgesamt 300.000 Euro sind im aktuellen Haushalt für erste Modernisierungs-Maßnahmen am Badepark eingeplant. Das sei aber nur eine erste grobe Schätzung, sagt Bürgermeister Höß. Erst wenn die Gemeinde entsprechende Angebote eingeholt hat, werde sich zeigen, ob die Summe tatsächlich ausreicht.

Auch sind die beiden nun beschlossenen Maßnahmen wohl nur der Anfang weiterer Modernisierungen, bei denen sich die Gemeinde auch künftig von der Fachfirma Kannewischer aus Baden-Baden beraten lassen möchte.

Fest steht: Mit dem Bau des neuen Badehauses, das bekanntlich ebenfalls an der Wilhelminastraße entsteht, wird sich für den Badepark ohnehin einiges ändern. Bekanntlich muss die große Außenrutsche weichen. Auch ein Teil der Liegefläche im Freien fällt weg. Für Höß ist dies allerdings vertretbar. „Alles geht eben nicht“, meint er.

Wann genau der für heuer geplante Bau des Badehauses beginnt, steht nach Worten des Rathaus-Chefs noch nicht fest. „Wir stecken mitten in der Planungsphase.“ Der Bürgermeister versichert aber: Der Betrieb im Badepark könne während der Bauphase ohne Einschränkungen weitergehen.

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