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Das Hotel Lederer gehört jetzt Thomas Strüngmann. Damit besitzt der Unternehmer eine riesige Fläche an der Seepromenade. Darauf soll ein Hotel entstehen – und weitere Gebäude, über die noch zu diskutieren ist.

"Wir haben einen steinigen Weg vor uns"

Was der Strüngmann-Kauf des Lederer für Wiessee bedeutet

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Bad Wiessee - Nachdem Thomas Strüngmann jetzt auch das Hotel Lederer gekauft hat, hat er die Entwicklung der Wiesseer Seepromenade in der Hand. Viel Diskussion ist vorprogrammiert.

Am Donnerstag meldete Thomas Strüngmann Vollzug. Nach vierjährigen Verhandlungen ist es ihm gelungen, das leer stehende Hotel Lederer zu kaufen. Damit ist nun der Weg frei für die von der Gemeinde Bad Wiessee erträumte Entwicklung an der Seepromenade. Ein Luxushotel direkt am See soll dort entstehen, ein touristischer Leuchtturm. Für den schwerreichen Tegernseer Unternehmer Strüngmann ist der Kauf des Lederer allerdings nur der erste Schritt. „Die Hauptaufgabe liegt noch vor uns“, sagt er.

Die Entwicklung der riesigen Fläche am See nämlich. Mit dem Kauf des Lederers – 18.000 Quadratmeter – ist es Strüngmann gelungen, seinen Besitz am Wiesseer Ufer auf ein Maß zu vergrößern, das Raum für den erhofften großen Wurf lässt. Neben dem Lederer gehören Strüngmann seit 2012 das ehemalige Spielbank-Grundstück mit 11.600 Quadratmetern Fläche und seit 2013 das Hotel Wittelsbach, 2000 Quadratmeter. Das Lederer-Grundstück hätte Strüngmann gerne schon 2011 gekauft. Aber die Grünwalder Firma RDR schnappte es ihm kurz vor der Zwangsversteigerung weg, für 6,2 Millionen Euro. Verhandlungen zwischen Strüngmann und RDR scheiterten lange an den unterschiedlichen Preisvorstellungen. Jetzt endlich wurde man sich einig.

Wie viel Strüngmann fürs Lederer jetzt bezahlen muss, verrät er nicht. Bekannt ist, was ihn das von der Gemeinde erworbene Spielbank-Grundstück gekostet hat: 4,6 Millionen Euro. Die Verhandlungen mit RDR hat zuletzt Thomas Maier im Auftrag von Strüngmann geführt. Der Hotel-Experte wird auch die weitere Entwicklung des Grundstücks vorantreiben. Was ihm vorschwebt, hat Maier dem Wiesseer Gemeinderat am 25. November in einem Gespräch dargelegt. Und dabei sogar angeboten, der Gemeinde Einblick in die Kalkulationen zu geben, wie sich Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) erinnert. Dies wohl, um eines zu verdeutlichen: Mit dem Bau eines Hotels allein ist keine Wirtschaftlichkeit zu erzielen. „Es wird bestimmt eine große Herausforderung, etwas zu schaffen, mit dem man auch Geld verdienen kann“, sagt Höß.

Zum Grob-Konzept gehören Läden und Büros, vielleicht auch Wohnungen. Unterkünfte fürs Personal oder auch Hotelappartements kann sich Höß vorstellen. Eigentumswohnungen hingegen nicht. „Da würde der Grundstückspreis auch nicht passen“, macht er klar. Basiert dieser doch auf der Vorgabe, dass auf dem Grundstück ein Hotel und nichts anderes entstehen kann. Baugrund für Wohnungen wäre viel teurer. Die Frage des Baurechts auf dem Grundstück werde den Gemeinderat sicher noch sehr beschäftigen, räumt Höß ein. Er habe aber „ein sehr gutes Gefühl“, was die Zusammenarbeit mit Strüngmann angehe. „Aber wir haben einen steinigen Weg vor uns.“

Das Hotel Lederer, ein Haus mit langer Geschichte, wird nach jetzigem Stand der Abrissbirne zum Opfer fallen. Dort lebt noch Ex-Hotelier Josef Lederer mit seinen drei Ponys. Dass sein einstiger Familienbesitz nun Strüngmann gehört, hat Lederer von unserer Zeitung erfahren. Auf RDR ist er nicht gut zu sprechen „Die haben das Haus herunterkommen lassen“, sagt Lederer. Laut Strüngmann ist das riesige Gebäude nach Einschätzung von Fachleuten nicht mehr zu retten. „Das letzte Hochwasser hat ihm den Rest gegeben.“ Die Planung der neuen Hotelanlage mitsamt der „komplementären Nutzungen“ hat Strüngmann in professionelle Hände gegeben. „Ich bin ja kein Hotelier.“

Ab Februar 2016, kündigt er an, können Eckpfeiler der Planung in den gemeindlichen Gremien diskutiert werden: Art und Maß der Nutzung sowie die städtebauliche Anordnung der Gebäudekörper. Sobald erste Entwürfe vorliegen, sollen die Bürger einbezogen werden. Ziel ist die schnelle Realisierung der Anlage. Im Übrigen biete er der Gemeinde weiterhin an, ihm das gesamte Grundstück abzukaufen, versichert Strüngmann. Zum Selbstkostenpreis. Für Höß ist das keine Option. „Das ist eine Größenordnung, die die Gemeinde nicht mehr stemmen kann.“

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