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Hier an der B318 in Moosrain könnte die künftige Umgehungsstraße von Gmund abzweigen. 

Bad Wiessee will Gmunder Pläne nicht akzeptieren

Westumfahrung: Nachbargemeinde legt Veto ein

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Bad Wiessee - Eine Gmunder Westumfahrung, so fürchtet die Nachbargemeinde Bad Wiessee, könnte die Verkehrsbelastung am See noch erhöhen. Sie widerspricht den Plänen daher entschieden.

Die Frist, in der sich Betroffene zum neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) äußern können, ist beinahe abgelaufen. Sie endet mit kommendem Montag, 2. Mai. Dass sich die Gemeinde Bad Wiessee kritisch zur Westumfahrung von Gmund äußern möchte, war schon länger bekannt. Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung die offizielle Stellungnahme abgesegnet. Sie geht nun fristgerecht dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zu.

Diese Skizze zeigt den Verlauf einer möglichen Gmunder Umgehungsstraße.

Bad Wiessee macht in seinem Schreiben deutlich: Man werde die Pläne für die Gmunder Westumgehung „keinesfalls akzeptieren“. Die relativ hohe Verkehrsbelastung der Orte rund um den Tegernsee habe ihre Ursache in erster Linie durch einen starken Ziel- und Quellverkehr, schreibt die Gemeinde Bad Wiessee. Stärkerer Durchgangsverkehr finde in erster Linie an Wochenenden statt. „Mit einer Westumgehung von Gmund“, so heißt es in der Stellungnahme, „wird zusätzlicher Durchgangsverkehr in das Tegernseer Tal geleitet“.

Auch der Ziel- und Quellverkehr werde mit einer solchen Umgehung noch verschärft. Abhilfe könnte hier nach Ansicht der Gemeinde Bad Wiessee nur „über ein attraktives Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs“ geschaffen werden.

Konkret bringt Wiessee den Vorschlag eines zweiten Schienenstrangs von Holzkirchen nach Gmund beziehungsweise Tegernsee ins Spiel. Das könnte eine „deutliche Entlastung des Straßenverkehrs bewirken“. Zur geplanten Gmunder Umgehung heißt es: „Die hohen Kosten für die Baumaßnahme und die damit verbundene Versiegelung und Zerschneidung von wertvollen landwirtschaftlichen Flächen und sensiblen Haglandschaften stehen in keinem Verhältnis zum erhofften Nutzen.“

Die mit einer Westumfahrung von Gmund zusätzlich zu erwartende Verkehrsbelastung für Bad Wiessee werde man nicht hinnehmen. „Aus diesem Grund wird den Plänen ausdrücklich widersprochen“, heißt es wörtlich in der von Bürgermeister Peter Höß unterzeichneten Stellungnahme.

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