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Zum ersten Mal gab‘s am Donnerstagabend im Sitzungssaal des Wiesseer Rathauses ein Modell des Badehauses nach den Plänen Matteo Thuns zu sehen.

CSU-Antrag wird nicht mal diskutiert

Deutliche Mehrheit stellt sich hinters Badehaus

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Mit einer deutlichen Mehrheit hat sich der Gemeinderat Bad Wiessee am Donnerstag hinter sein neues Badehaus gestellt. Der Antrag der CSU, die Pläne Matteo Thuns zu stoppen, fiel erwartungsgemäß durch. 

Bad Wiessee – Vor der Sitzung am Donnerstagabend hatte sich der Gemeinderat in einer mehrstündigen, nicht-öffentlichen Klausur mit dem Bau des Badehauses, der Finanzierung und der künftigen strategischen Ausrichtung des Kurortes befasst. Und es schien so, als hätten die Fachleute – allen voran Helmut Karg, der die Entwicklung von Badehaus und Badepark künftig vorantreiben soll – die Mehrheit des Gremiums bereits vollends überzeugt, als der Antrag der CSU zur Abstimmung kam.

„Die derzeitige Planung für das japanische Badehaus muss auf den Prüfstand“, machte Georg Erlacher (CSU) noch einmal in Namen seiner Fraktion deutlich. Diskutiert wurde der bereits im Vorfeld der Sitzung veröffentlichte Antrag aber nicht mehr. Er erhielt lediglich die Zustimmung der drei anwesenden CSU-Vertreter. Die Stimmen der beiden Sareiters fehlten – sowohl Fraktionssprecher Kurt Sareiter als auch sein Neffe Florian konnten bei der Sitzung nicht dabei sein.

Die Zeichen stehen in Bad Wiessee also endgültig auf Badehaus. Pünktlich zur Klausur und der anschließenden Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) einen dringend erwarteten Trumpf aus dem Ärmel ziehen: den vorläufigen Bewilligungs-Bescheid für eine Förderung in Höhe von 3,1 Millionen Euro durch die Regierung von Oberbayern. „Der Betrag wird eventuell noch nach oben korrigiert, in keinem Fall aber nach unten“, gab Höß die Aussage der Regierung weiter. Somit steht nun auch endgültig das Finanzierungskonzept fürs neue schicke Badehaus, das bekanntlich neben dem Badepark aus dem Boden wachsen wird.

Wie sich das neue Gesundheitszentrum entwickeln soll, welche strategische Ausrichtung es bekommt und wie es künftig gemeinsam mit dem Badepark vermarktet werden kann, damit hat sich Helmut Karg von der HKH Management GmbH, die auch die Therme 1 in Bad Füssing betreut, bereits intensiv Gedanken gemacht.

Er empfahl der Gemeinde „ein klares Bekenntnis“ zum Thema Gesundheit – unter Einbeziehung sowohl des neuen Badehauses als auch des Badeparks. Für Letzteren regte Karg im Übrigen dringend ein Facelifting an. Welche Zielgruppe er fürs künftige Bad Wiessee im Sinn hat, machte der Experte so deutlich: „Wir wollen nicht der Aldi unter den Gesundheitsgemeinden sein, wollen aber auch keine Schickimicki-Veranstaltung draus machen.“

Karg machte deutlich, dass es darum gehe, dem Selbstzahler – der künftig den Großteil des Wiesseer Klientels ausmachen werde – gerecht zu werden. Er appellierte an den Gemeinderat, die Baumaßnahme so schnell wie möglich durchzuziehen. Anschließend gelte es, ein Strategiekonzept unter dem Motto „Bad Wiessee macht gesund“ zu erstellen und intensiv ins Marketing einzusteigen. Zwischenzeitlich müsse dringend die Interimslösung im Badepark optimiert werden, sagte Karg. Ansonsten laufe die Gemeinde Gefahr, Mitarbeiter zu demotivieren und wiederholt in die Negativ-Schlagzeilen zu geraten.

Der Vortrag Kargs kam beim Gremium augenscheinlich gut an. Nachdem der Gemeinderat mit 10:3 – also gegen die Stimmen der CSU – noch einmal eine Grundsatzentscheidung für den Bau des Thunschen Badehauses und die Erneuerung der Heilwasser-Anlagen getroffen hatte, ging es darum, Karg offiziell mit der weiteren Entwicklung von Badehaus und Badepark zu beauftragen: Diese Entscheidung trug auch die CSU-Fraktion mit – sie fiel einstimmig.

gab

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