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Auf dem Gelände des alten Jodschwefelbads in Bad Wiessee sollen im Herbst die Abbrucharbeiten beginnen. Dann will SME zügig das neue Hotel mit Medizinzentrum verwirklichen.

Bürgermeister Höß: „Kein Grund zur Beunruhigung“

Investor SME: Rückschlag für Projekt in Davos

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Die Detailplanung fürs neue Hotel auf dem Jodbad-Gelände steht offenbar: Am Dienstag wird sich der Gemeinderat damit befassen. Ein anderes Vorhaben von Investor SME hat sich unterdessen vorerst zerschlagen.

Bad Wiessee – Drei Neubau-Projekte hat die Schweizer Sports Medicine Excellence Group – kurz SME – derzeit parallel in Planung: Neben dem Hotel inklusive Medizinzentrum in Bad Wiessee sind das auch zwei Projekte in der Schweiz. Eines davon – nämlich das geplante Therapie- und Regenerationszentrum auf dem Areal der Hochgebirgsklinik Davos – hat jetzt einen herben Rückschlag erlitten. Es wird nicht wie geplant auf dem Gelände in der Kurzone entstehen, SME hat sich von dem Grundstück bereits getrennt. Das bestätigt Florian Kamelger, Mitinhaber von SME, auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung.

„In gewissen Dingen konnten wir uns mit dem Besitzer des restlichen Areals nicht einigen“, begründet Kamelger den Rückzug. Gestorben sei das Projekt in Davos damit allerdings nicht, betont er. „Wir suchen bereits ein neues Grundstück. Ich bin zuversichtlich, dass wir schnell fündig werden.“

Ein Rückschlag wie der in Davos sei bei Projekten dieser Größenordnung keineswegs ungewöhnlich, meint Kamelger. „Das erlebt man immer wieder.“ Dennoch könnte der Vorfall auch in Bad Wiessee das Misstrauen schüren – vor allem bei jenen, die schon bisher nicht vollends überzeugt waren vom Engagement des Investors SME.

Florian Kamelger ist Mitinhaber des Schweizer Unternehmens SME.

Dem hält Kamelger die Tatsache entgegen, dass die Planungen für das Wiesseer Projekt bereits weit gediehen seien. Sein Unternehmen habe schon jetzt umfangreich in das Vorhaben am Tegernsee investiert. „Kein Mensch würde so viel Geld in die Hand nehmen, nur um zu bluffen oder einen Erfolg vorzuspielen, wo keiner ist“, macht der SME-Mitinhaber deutlich.

Er habe stets versprochen, bis zum Frühjahr „Fleisch und Knochen“ zu liefern. Das sei nun der Fall: Der Bauantrag sei bereits auf dem Weg ins Rathaus. In seiner Sitzung am Dienstag, 9. Mai, wird der Gemeinderat über die Eingabeplanung beraten.

Das ist auch für Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) der springende Punkt. Gegenüber Bad Wiessee habe SME sein Versprechen eingehalten. Die Vorkommnisse in Davos seien für ihn kein Grund zur Beunruhigung, sagt Höß. Ganz im Gegenteil: Wenn sich das Projekt in der Schweiz verzögere, könne sich der Investor „nun voll und ganz auf Bad Wiessee konzentrieren“, erklärt der Bürgermeister.

Die Sitzung des Gemeinderats am kommenden Dienstag, 9. Mai, beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Neben dem Neubau des SME-Hotels und der Bestimmung eines Stellvertreters des Bürgermeisters für die Dauer der Erkrankung von Robert Huber steht auch eine Machbarkeitsstudie für Biomassenahwärme auf der Tagesordnung.

gab

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