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Zukünftige Stars der Vox-Reihe „Mein himmlisches Hotel“: Coco (l.) und Barbara Borsche, hier vor ihrem Landhaus St. Georg in Bad Wiessee.

"Mein himmlisches Hotel"

Wiesseer Hoteliers ab 17 Uhr auf Vox zu sehen

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Bad Wiessee - Coco und Barbara Borsche haben mit ihrem Landhaus St. Georg in Bad Wiessee bei der Vox-Sendung "Mein himmlisches Hotel" mitgemacht. Im Interview erzählen sie, wie's war.

UPDATE: Die Folge, in der Coco und Barbara Borsche vom Landhaus St. Georg in Bad Wiessee um den Titel "Mein himmlisches Hotel" kämpfen, ist am Mittwoch, 10. September, ab 17 Uhr aus Vox zu sehen.

Das „Perfekte Dinner“ von Vox kennt fast jeder. „Mein himmlisches Hotel“ ist ein sehr ähnliches Format, nur, dass sich dabei eine Woche lang vier Hoteliers gegenseitig bewerten. Von Montag, 8. September, bis Freitag, 12. September, immer um 17 Uhr, wird eine neue Reihe ausgestrahlt. Mit dabei sind die Betreiberinnen des Landhauses St. Georg in Bad Wiessee: Barbara Borsche (48) mit Tochter Coco Borsche (23). Sie treten gegen das Hotel Herrsching und das Hotel zur Post vom Ammersee sowie gegen das Hotel Karwendelblick vom Kochelsee an. Unserer Zeitung verraten Mutter und Tochter, warum sie von allen nur „die Elfen“ genannt wurden und wie die Produktion ablief.

Frau Barbara Borsche, Frau Coco Borsche, wie haben Sie sich für die Sendung beworben?

Coco: Überhaupt nicht. Ein Team des Senders hat uns angesprochen.

Barbara: Vox hat für diese Produktion wohl gezielt Hotels an oberbayerischen Seen gesucht. Unser Hotel hat ihnen scheinbar gut gefallen.

In der Sendung messen Sie sich mit drei anderen Hotels und bewerten sich gegenseitig. Jeden Tag ist ein anderes Hotel dran. Wie lief das beim Dreh ab? Haben Sie wirklich überall übernachtet?

Barbara: Ja, übernachtet und bewertet.

Coco: Man kommt an, dann wird einem das Zimmer gezeigt. Das mussten wir inspizieren ...

Barbara: ...und sagen, wie wir es vom Stil her finden, die Matratzen heben, schauen, wo Schmutz ist und so weiter.

Und immer war die Kamera dabei?

Barbara: Wir waren die ganze Zeit verkabelt. Alles wird aufgenommen. Nach der Inspektion mussten wir O-Töne in die Kamera abgeben, wie wir die Zimmer finden.

Coco: Man gewöhnt sich eigentlich schnell daran.

Gab es auch Regieanweisungen, an die man sich gewöhnen musste?

Barbara: Es wurde gefordert, dass wir uns kritisch mit den anderen Hotels auseinandersetzten. Wir sind eher objektiv rangegangen. Das mit dem Finger, der die Vorhangstange entlangfährt, das war nicht unser Ding. Da schaut doch der Gast auch nicht hin.

Wollte Vox eher Drama?

Coco: Es wurden uns Vorschläge gemacht, wie wir unsere O-Töne besser formulieren könnten.

Barbara: Aber wir hatten nicht das Gefühl, falsch dargestellt zu werden. Die fertige Sendung habe ich zwar noch nicht gesehen. Allerdings hat sich unser Konzept stark von dem der anderen unterschieden.

Weil Sie ein ökologisches und biologisches Hotel betreiben und so sehr auf Nachhaltigkeit setzen?

Barbara: Ja. Aber wir verzichten auch ganz bewusst auf das volle Programm mit eigener Küche und Bar. Deshalb kommen die Gäste zu uns. Wegen der entspannten Atmosphäre. Das war bei den anderen drei Hotels nicht so.

Coco: Den anderen ging es darum, mega-professionell aufzutreten. Das wollen wir gar nicht. Wir legen eher Wert auf das Persönliche.

Und Ihr Konzept fanden die anderen Hotels nicht so toll?

Barbara: Es waren die Unterschiede, die das auch spannend gemacht haben. Wir ernähren uns zum Beispiel vegetarisch und haben auch bei den anderen Hotels nach veganen Gerichten gesucht. Meine Tochter ist da noch strikter als ich.

Coco: Deshalb haben alle gedacht, sie müssen bei uns ausschließlich vegan essen. Dabei ist das gar nicht so.

Die haben Sie wohl ein wenig in die Esotherik-Ecke gestellt.

Coco: Die anderen Hoteliers haben uns immer „die zwei Elfen“ genannt, aber das war nett gemeint.

Warum Elfen?

Coco: Ich weiß nicht, vielleicht sehen wir so aus.

Barbara: Die Produktionsfirma hat sich angesehen, was wir im Alltag machen. Wir sind beide Yoga-Lehrerinnen und haben auch in den anderen Hotels unser Yoga gemacht. Das wurde besonders hervorgehoben.

Wie viele Tage haben Sie gedreht?

Coco: Wir waren jeweils zwei Tage in jedem Hotel. Und dann gab es nochmal zwei Tage für das Finale.

Barbara: Mir kam das länger vor. Mit der An- und Abreise zu den anderen Häusern. Dabei hatten wir selbst ein volles Haus. Und dann kam auch noch ein ganzes Filmteam.

Zahlt Vox auch etwas dafür, dass Sie da mitgemacht haben?

Barbara: Die zahlen nichts.

Coco: Nur der Gewinner bekommt 3000 Euro.

Den dürfen wir aber noch nicht verraten, damit die Spannung bleibt. Was hat die Aktion für Sie rückblickend gebracht?

 

Coco: Ich bin jetzt nicht so überzeugt, dass die Sendung die Menschheit großartig weiterbringt. Aber ich habe Regie studiert. Da war es ganz interessant zu sehen, wie Vox arbeiten. Und wir konnten zeigen, dass unser Konzept funktioniert. Teilweise haben unsere Gegner gar nicht verstanden, dass unser Hotel so gut läuft.

Barbara: Vielleicht haben wir dem einen oder anderen Mut gemacht, den eigenen Betrieb doch noch auf biologisch umzustellen.

Die Fragen stellte Klaus-Maria Mehr

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