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In der Wandelhalle findet heuer der Neujahrsempfang statt - zum ersten und zum letzten Mal. Wie die Pläne für das Jobad-Gelände aussehen, wird Rathaus-Chef Peter Höß bei dem Treffen erläutern.

Bürgermeister Peter Höß setzt auf neues Konzept

Neujahrsempfang: Jeder Bürger ist eingeladen

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Bad Wiessee - Ein Drei-Gänge-Menü für Vereinsvorsitzende: Das war der Wiesseer Neujahrsempfang bis 2016. Ab heuer will es Bürgermeister Peter Höß ein wenig anders machen. Alle Bürger sind eingeladen.

Mit seinen Großprojekten erfindet sich Bad Wiessee gerade neu. Da passt es, auch den traditionellen Neujahrsempfang zu entstauben. Der fand bisher im Hotel Zur Post statt. Eingeladen waren die Vorsitzenden der Vereine mit ein oder zwei besonders engagierten Mitgliedern. Als Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit spendierte die Gemeinde ein Drei-Gänge-Menü. Die Eingeladenen genossen schöne Stunden des Miteinanders. „Aber die Bürger waren da halt nicht mit dabei“, sagt Höß. Das habe ihn schon lange gestört.

Bürgermeister Peter Höß will beim Neujahrsempfang den Bürgern viele Informationen bieten.

Heuer setzt er auf ein neues Konzept: Am Sonntag, 22. Januar, um 11 Uhr sind alle Bad Wiesseer zum Neujahrsempfang in der Wandelhalle eingeladen. Heißt: mehr Gäste, sparsamere Bewirtung. Beim Stehempfang gibt es Getränke und eine Brotzeit, aber kein Menü. Dafür viel Information. „Ich werde darstellen, was alles im Kurviertel geplant ist“, kündigt Höß an. Kein Ort könnte dafür passender sein als die Wandelhalle. Sie ist das einzige Gebäude, das auf dem alten Jodbad-Gelände stehen bleibt. Von außen wird sich die denkmalgeschützte Halle kaum verändern, aber sie bekommt ein neues Innenleben. Darum ist der Neujahrsempfang in der Wandelhalle Premiere und Abschied zugleich.

Bekanntlich hat die Gemeinde die Halle verkauft, gemeinsam mit dem ganzen Jodbad-Gelände. Neuer Besitzer ist die Sports Medicine Excellence Group, kurz SME. Sie wird die Jodbad-Bauten im Oktober dieses Jahres abreißen, um Platz für ein Gesundheitshotel der Extraklasse zu schaffen. Geplant ist ein Luxushotel mit 110 Zimmern, verteilt auf zwei Flügel. Ein drittes Gebäude beherbergt ein medizinisches Zentrum mit zwei OP-Sälen und Therapieräumen, zudem ist ein Personalhaus auf dem Gelände der jetzigen Tennisplätze vorgesehen.

In der Wandelhalle findet die Gastronomie ihren Platz. Für die Gestaltung des Innenbereichs tüftelt die SME an einem Haus-in-Haus-Konzept. Konkrete Pläne liegen noch nicht vor. „Aber vielleicht kann ich bis zum Neujahrsempfang schon mehr sagen“, meint Höß.

Das große Treffen zu Jahresbeginn will er nutzen, um die gesamte Planung auf dem Jodbad-Areal öffentlich vorzustellen und Zusammenhänge zu erläutern. Denn auch wenn darüber schon viel geredet und geschrieben wurde, kursieren nach der Erfahrung des Bürgermeisters doch viele Gerüchte und Fehlinformationen. „Die Wissensstände sind sehr unterschiedlich“, erklärt Höß. Darum wolle er allen Wiesseern die Gelegenheit geben, sich aus erster Hand zu informieren.

Dabei wird es auch um die Zukunft des Jodbads gehen. Einen Tag vor Weihnachten verabreichte das Jodbad-Team zum allerletzten Mal die heilsamen Bäder im historischen Gemäuer. Der Betrieb geht aber fast nahtlos weiter.Das Übergangsdomizil im ersten Stock des Badeparks ist fertiggestellt und wird gerade bezogen. Nach einer Probephase eröffnet es spätestens im Februar. Die Wannen im Badepark überbrücken die Zeit bis zur Eröffnung des neuen Badehauses, dessen Planung auf Hochtouren läuft. Es entsteht nach den Plänen des Büros Matteo Thun neben dem Badepark. Der Bau soll im Frühjahr beginnen.

Höß hofft, dass viele Wiesseer der Einladung folgen. Das neue Konzept des Neujahrsempfangs will er übrigens beibehalten – auch wenn es keinen zweiten Bürgertreff in der Wandelhalle geben wird. „Wir haben ja noch den großen Post-Saal“, meint Höß. Dort werde der Empfang 2018 vermutlich stattfinden – wieder für alle Bürger.

jm

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