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Schmuck saniert hat die Gemeinde das ehemalige Winterquartier der Waldarbeiter.

Gemeinde Bad Wiessee verhandelt Pachtvertrag neu 

Winterstube: "Von Anfang an falsch angepackt"

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Bad Wiessee - Seit vier Jahren ist die Gemeinde Bad Wiessee Pächter der Zeiselbach Winterstube. Doch erst jetzt fiel auf, dass der Vertrag mit den Staatsforsten seine Tücken hat. Jetzt wird neu verhandelt

Holzfällermuseum, Ziel von Fackelwanderungen, Glühweinabende – wofür die Zeiselbach Winterstube dienen können, war schon oft Thema im Wiesseer Gemeinderat. Wie berichtet, hat Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) den Pachtvertrag mit dem Forstbetrieb Schliersee bereits im Herbst 2012 geschlossen. Er gilt zehn Jahre lang. Den Vertragstext hat sich der Gemeinderat aber offenbar erst jetzt angeschaut. Mit ernüchterndem Ergebnis: Die Last des Unterhalts liegt bei der Gemeinde, nutzen kann sie die Hütte mit Rücksicht auf Natur und Jagd aber kaum. „Das hat man von Anfang an falsch angepackt“, stellte Georg Erlacher (CSU) fest. 

Einmütig beschloss das Gremium, dass der Pachtvertrag neu verhandelt werden soll. Dies mit dem Ziel, die Hütte touristisch nutzen zu können. Sollten die Staatsforsten das nicht zulassen wollen, wird der Vertrag gekündigt. Beantragt hat dies die SPD-Fraktion. Die Genossen hatten den Pachtvertrag unter die Lupe genommen. Fazit: Der Vertrag sei für die Gemeinde nachteilig. „Es kann doch nicht sein, dass der Forst seine vergammelte Hütte an die Gemeinde gibt, damit die für die Renovierung sorgt“, erklärte Klaudia Martini (SPD). Letzteres hat die Gemeinde schon zu einem guten Teil erledigt. Mit viel Engagement hatten die Gemeinde-Mitarbeiterinnen Petra Wagner und Maria Huber auf Geheiß von Geschäftsleiter Michael Herrmann mit Unterstützung des Bauhofs und Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) das frühere Winterquartier der Holzarbeiter auf Vordermann gebracht. 

Damals war noch von einem Holzfällermuseum die Rede gewesen. Im Haushalt 2016 ist zudem ein Etat von 56 445 Euro für die Winterstube vorgesehen, den die CSU-Fraktion monierte. Auf Wunsch der CSU fand im August ein Ortstermin des Gemeinderats an der Hütte statt. „Wenn wir den Vertrag vorher gelesen hätten, hätten wir das nicht machen dürfen“, erklärte Kurt Sareiter (CSU), der den SPD-Antrag unterstützte. Die Gemeinde müsse für die Nutzung freie Hand haben. Ansonsten sei es besser, die Hütte zu kündigen. Das findet auch Martini. Die Gemeinde müsse in der Sache endlich klar Schiff machen: „Das Geschwurbel ist unerträglich.“ Damit zielte Martini auch auf die lange Debatte rund um die Idee Holzfällermuseum ab. Ein Projekt, das Höß zufolge nie angestrebt war. Allerdings hatten die Mitarbeiterinnen Wagner und Huber im Auftrag des Rathauses historische Gegenstände für eine Ausstellung gesammelt. 

Jetzt also wird in Sachen Winterstube neu mit dem Forstbetrieb Schliersee verhandelt. Erste Gespräche habe er schon vor diesem Beschluss geführt, ließ Bürgermeister Höß wissen. „Die waren positiv.“ Über die Details informierte er den Gemeinderat anschließend in nicht öffentlicher Sitzung. Danach war nach Aussage von Geschäftsleiter Herrmann klar: Es finden weiter Gespräche mit dem Ziel statt, den Pachtvertrag zu erhalten, aber anzupassen. Klar ist: Wenn die Winterstube tatsächlich zum touristischen Ziel werden soll, sind weitere Investitionen nötig: Noch fehlen dort Toiletten.

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