Diesen Entwurf für die Bebauung der Seepromenade stellte Strüngmanns Büro im Juni 2016 vor. Auf dem Lederer-Grundstück, abgerückt vom Wasser, entsteht ein Luxushotel, umgeben von lockerer Bebauung mit Läden, Büros und Wohnungen. Grafik: Athos (kn

Luxushotel an der Wiesseer Seepromenade

Der Zeitplan bleibt: Baubeginn soll 2018 sein

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Es geht um das Sahnestück von Bad Wiessee, ein riesiges Stück Ufer. Dort ist Großes geplant. Aber was genau, darüber wurde seit einer ersten Präsentation im Juni 2016 nicht mehr gesprochen. Jedenfalls nicht öffentlich.

Bad Wiessee – Vom neuen Luxushotel an der Wiesseer Seepromenade hat man lange nichts mehr gehört. „Aber wir gehen davon aus, dass wir den Zeitplan halten können“, erklärt Andreas Göbel, Sprecher von Athos, dem Büro der Familie Strüngmann. Das heißt: 2018 ist Baubeginn. Ende 2017 soll alles weichen, was der Planung im Weg steht: die Hotels Lederer und Wittelsbach sowie das Haus des Gastes.

Zumindest eine Verschiebung im Zeitplan hat es schon gegeben. So hatte Bürgermeister Peter Höß Ende 2016 erklärt, der Wiesseer Gemeinderat werde den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wohl im Januar fassen. Das ist nicht geschehen. „Wir sind momentan noch in der Planungsphase“, erklärt Göbel. Mehr möchte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Das Büro warte noch auf das Ergebnis diverser Gutachten. Darum seien jetzt keine belastbaren Aussagen möglich. Er bitte um Verständnis, dass bei einem so „wahnsinnig wichtigen Projekt“ keine vorschnellen Auskünfte erteilt würden, meint der Sprecher.

Unterdessen hofft Josef Lederer immer noch auf die große Wende. Der 77-Jährige lebt in einem Nebengebäude seines früheren Hotels. Er kämpft darum, seinen einstigen Familienbesitz vor der Abrissbirne zu retten. Wie berichtet, setzt Lederer große Hoffnungen auf eine Fledermaus-Population, die sich seiner Meinung nach oberhalb seiner Wohnung eingenistet hat. Strüngmanns Büro hat bereits Biologen damit beauftragt, nach den geschützten Tieren zu sehen. Und nicht nur das. „Es wird auch ein Umwelt-Gutachten erstellt“, erklärt Göbel.

Dabei gehe es nicht nur um die vermuteten Fledermäuse, sondern zum Beispiel auch um den Baumbestand auf dem Gelände. Große Sorgen bereitet den Planern der Schutz von Flora und Fauna offenbar nicht. Nach jetzigem Stand, so Göbel, gebe es keine Bedenken, dass der Abriss an den Fledermäusen scheitern müsse. Das hat auch das Landratsamt Miesbach als Untere Naturschutzbehörde schon kundgetan. Wenn in dem Gemäuer Fledermäuse lebten, könne dies lediglich Auswirkungen auf den Zeitplan haben.

Von Bedeutung für Strüngmanns Planer ist auch das Ergebnis des Einzelhandelsgutachtens, das die Gemeinde Bad Wiessee für das ganze Ortsgebiet in Auftrag gegeben hat. Es soll Aufschluss darüber geben, welche Läden mit welchem Sortiment an welcher Stelle erfolgreich geführt werden können. Ein wichtiger Punkt: Neben dem Hotel sind auch Läden und Büros auf dem riesigen Gelände vorgesehen.

Einen ersten Entwurf hatte Strüngmanns Büro der Öffentlichkeit im Juni 2016 präsentiert. Demnach entsteht ein Luxushotel mit 210 Betten im Vier- oder Fünf-Sterne-Bereich, dazu die „flankierende Bebauung“ mit Gewerbeflächen und Wohnungen. Schön gestaltete Grünflächen am Seeufer runden das Bild ab. Insgesamt sind 30 000 Quadratmeter Fläche in Bestlage am Tegernsee neu zu entwickeln. Der Tegernseer Unternehmer Thomas Strüngmann hatte im Vorfeld viel Energie und Zeit aufgewandt, das riesige Areal Stück für Stück zu erwerben – für seine vier Kinder.

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