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Zeigen sich solidarisch: Mitglieder der Wiesseer Ortsvereine überreichten am Wochenende symbolisch den Spendenbetrag von 4283,08 Euro an Vertreter von BRK und Wasserwacht. Das Geld kommt auf die 15 000 Euro oben drauf, die bisher schon an Spenden eingenommen wurden.

Trotz der großen Unterstützung

Rettungszentrum: Finanzierungslücke ist riesig

Die Hilfsbereitschaft nach der verheerenden Brandkatastrophe am Rettungszentrum in Bad Wiessee ist groß. 15.000 Euro an Spenden sind bisher zusammengekommen. Trotzdem klafft weiterhin eine riesige Finanzierungslücke.

Bad Wiessee – Ob es nun die Schüler sind, die einen Kuchenverkauf initiieren, oder eine Dame, die anlässlich ihres Geburtstages auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden bittet: Die Hilfsbereitschaft nach der zerstörerischen Explosion am Rettungszentrum in Bad Wiessee war groß – und sie ist weiterhin spürbar, sagt Robert Kießling, Kreisgeschäftsführer des BRK.

Rund 15.000 Euro an Spenden sind bisher auf diese Weise für die Wiesseer Rotkreuz-Bereitschaft zusammengekommen. Geld, über das sich die Betroffenen freuen, das den entstandenen Schaden aber nicht ansatzweise decken kann. „Da klafft noch eine riesige Lücke“, sagt Kießling.

Das liegt vor allem daran, dass die Versicherung nur den Zeitwert der zerstörten Fahrzeuge ersetzt. Der Wiederbeschaffungswert ist freilich um einiges höher. „Wie groß diese Finanzierungslücke ist, können wir derzeit noch nicht sagen“, macht Kießling deutlich.

Ob das Rote Kreuz noch auf eigene Faust eine Spenden-Aktion initiieren wird, bleibe ebenfalls abzuwarten, meint der Kreisgeschäftsführer. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre dies seiner Ansicht nach verfrüht. „Wir wollten nicht, kaum da der Rauch weg ist, zum Betteln anfangen“, betont Kießling. Zudem wolle man abwarten, wie hoch letztlich die Versicherungssumme ist, die für die Wiederherstellung des Rettungszentrums zur Verfügung steht.

Am Unglücksort selbst stehen Rotes Kreuz und Wasserwacht unterdessen immer noch vor den Trümmern ihres einstigen Rettungszentrums. Ehe es mit dem Wiederaufbau losgehen kann, muss von Sachverständigen geklärt werden, ob die Heizung im Bodenkern noch tauglich ist. Diese Frage, so Kießling, sei weiterhin offen. Und von ihr hänge ab, ob auch ein neues Fundament benötigt wird. „Dann wird das Ganze ein bisserl aufwendiger.“

Wiesseer Ortsvereine spenden Geld aus Abwinkler Advent

Ihren Teil zum Wiederaufbau beitragen möchten die Wiesseer Ortsvereine. Im Zuge der Nachbesprechung zum Abwinkler Advent haben die Vereine und Organisationen beschlossen, einen Teil des Erlöses dem Roten Kreuz zu spenden. „Die Idee ist von den Vereinen selbst gekommen“, erzählt Sprecher Herbert Stadler. Insgesamt kamen 4283 Euro zusammen. Mitgemacht haben die Arbeiterwohlfahrt, der Fischereiverein, die Feuerwehr, der Frauenkreis, der Elternbeirat des Kindergartens, der Kur- und Verkehrsverein, die Musikvereinigung, die Partnerschaftsfreunde, die Schützengesellschaft, der Skiclub, der Trachtenverein sowie der Turn- und Sportverein.

gab

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