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Josef Niedermayer, Gründer und Betreiber der Wiesseer Spielarena, wird oft auf die Zukunft der Einrichtung angesprochen.

Betreiber schaut zuversichtlich in die Zukunft

Abriss des Jodbads: So geht‘s mit der Spielarena weiter

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In der Nachbarschaft der Wiesseer Spielarena sind seit Kurzem die Bagger zu Gange. Der Abbruch des Jodbads hat begonnen. Viele fragen sich: Ist damit nun das Ende des Spielparadieses eingeläutet?

Bad Wiessee – Viele Fans sind verunsichert, was die Zukunft der Spielarena in Bad Wiessee betrifft. Das bekommt Betreiber Josef Niedermayer natürlich an vorderster Front zu spüren. „Manche fragen mich sogar, ob sie ihren Geburtstag in zwei Wochen noch bei mir feiern können“, erzählt der 67-Jährige. Und fügt hinzu: Natürlich können sie das. Erst im Oktober 2021 läuft Niedermayers Pachtvertrag für das Gebäude an der Wilhelminastraße aus. Bis dahin – und Niedermayer glaubt sogar bis ins Jahr 2022 hinein – sei die Zukunft der Einrichtung auf jeden Fall gesichert. „Ich wüsste nicht, was dagegen spricht“, meint der Spielarena-Gründer.

Für den Gemeinderat hatte in der Vergangenheit allerdings sehr wohl etwas gegen den Weiterbetrieb der Einrichtung gesprochen. Er hatte sogar schon einmal den Abriss beschlossen und wollte diesen im Bebauungsplan für das geplante Hotel der Sports Medicine Excellence Group (SME) verankern. Der Aufschrei darüber war groß. Kurze Zeit später nahm das Gremium die Entscheidung wieder zurück.

Das alles war 2016. Nun hat der Schweizer Investor SME das ehemalige Jodbad-Gelände tatsächlich gekauft. Derzeit werden die alten Gemäuer auf dem Areal abgerissen, noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich für das Luxushotel und das zugehörige Medizin-Zentrum folgen.

Ob die Spielarena innerhalb dieses neuen Ensembles dann noch eine Zukunft hat, wird laut Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) nicht mehr der aktuelle Gemeinderat zu entscheiden haben. Im Jahr 2020 stehen in Bayern die nächsten Kommunalwahlen an, danach könne sich ein neuer Gemeinderat Gedanken zum Schicksal der bei Familien so beliebten Einrichtung machen.

Niedermayer kann vorerst also nur abwarten. Für ihn steht allerdings fest: „Diese Institution ist aus dem Tal nicht mehr wegzudenken.“ Obwohl der Betreiber das Rentenalter eigentlich schon erreicht hat und sich nach Ablauf seines Pachtvertrages bequem zurücklehnen könnte, liegt ihm die Zukunft seines „Babys“ am Herzen. Gerne würde er die Spielarena für Bad Wiessee oder zumindest für das Tal auch langfristig erhalten, sagt er.

Und die Zahlen geben ihm offenbar Recht. Die Beliebtheit der Spielarena sei ungebrochen, berichtet der 67-Jährige. Während sich an Wochentagen manchmal nur etwa 30 Kinder in der Einrichtung tummeln würden, seien es am Wochenende um die 300. „Ich kann mich nicht beschweren“, so das Fazit Niedermayers, der auch immer wieder in seinen Indoor-Spielplatz investiert und für Neuerungen sorgt. „Ich arbeite so, als würde es ewig weitergehen.“

Neben der Spielarena betreibt Niedermayer auch die daneben liegenden Tennisplätze. „Hier kann ich nur von Jahr zu Jahr planen“, sagt er. Drei der Plätze, nämlich die an der Straße, müssen in jedem Fall irgendwann dem Personalhaus weichen, das SME im Zuge seines Hotel-Neubaus errichten möchte. Ob Niedermayer die drei Plätze heuer noch nutzen kann, weiß er nicht. Das werde er in Kürze mit dem Eigentümer abklären.

gab

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