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Ein wahres Paradies für Kinder ist die Spielarena in Bad Wiessee. Ob es das Angebot auch nach 2021 geben wird, ist allerdings fraglich.

Entscheidung trifft 2020 ein neuer Gemeinderat 

Darf die Spielarena trotz Hotel-Neubau bleiben?

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Gesundheitshotel, medizinisches Zentrum, Badehaus: Bad Wiessee hat Großes vor. Ob die Spielarena in diesen Zukunftsplänen noch einen Platz hat, ist ungewiss. Eine Entscheidung dazu fällt erst 2020.

Bad Wiessee – Vor einem Jahr hatte es ganz danach ausgesehen, als sei das Ende der beliebten Spielarena in Bad Wiessee bereits besiegelt. Damals hatte der Gemeinderat den Abriss im Bebauungsplan für das von der Sports Medicine Excellence Group (SME) geplante Gesundheitshotel festgeschrieben. 2021 – nach Ablauf des Pachtvertrages mit Josef Niedermayer – sollte endgültig Schluss sein mit dem Indoor-Spielparadies. Ein Zugeständnis an die Hotel-Investoren. Der Aufschrei darüber war groß, kurze Zeit später nahm das Gremium die Entscheidung wieder zurück.

Seither steuert die Spielarena einer ungewissen Zukunft entgegen. Ob und wie es mit ihr weitergeht, wird ein neuer Gemeinderat zu entscheiden haben, sagt Bürgermeister Peter Höß. 2020 stehen in Bayern die nächsten Kommunalwahlen an – Höß selbst kann dann aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des Gemeindechefs kandidieren.

„Mein Pachtvertrag ist hieb- und stichfest“, meint Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer (66). Wie es danach weitergehe, lasse er auf sich zukommen. „Es macht wenig Sinn, darüber zu orakeln.“ Für möglich hält Niedermayer vieles. So könne er sich vorstellen, dass die Spielarena dank eines neuen Gemeinderats auch nach 2021 in Bad Wiessee bleiben darf, an einen anderen Ort – zum Beispiel nach Gmund – abwandert oder aber „ganz eingestampft wird“.

Letzteres würde der Pächter sehr bedauern. „Die Spielarena ist eine tolle Sache fürs Tegernseer Tal“, ist er überzeugt. Die Besucherzahlen würden das untermauern. „Ich habe jedes Jahr eine Steigerung von vier bis fünf Prozent“, berichtet Niedermayer. Dabei sei die Halle mit ihren Spiel- und Sportgeräten mitnichten nur eine „Schlecht-Wetter-Location“. Selbst an traumhaft schönen Wochenenden würden sich bis zu 250 Leute in der Spielarena tummeln, beteuert der 66-Jährige.

Zwischen 30.000 und 40.000 Euro hat Niedermayer nach eigenen Angaben jedes Jahr in seine Einrichtung investiert. Immer wieder schaffte er neue Spiel- und Sportgeräte an. Weil er aber nicht wisse, wie es in ein paar Jahren weitergeht, schrecke er mittlerweile vor größeren Investitionen zurück.

Während das Schicksal der Spielarena also vom künftigen Gemeinderat abhängt, ist das Aus der daneben liegenden Tennisplätze nicht mehr abzuwenden. Die Flächen benötigt Investor SME für zum Hotel gehörige Neubauten. „Die Tennisplätze waren auch nie Bestandteil des Pachtvertrags mit Herrn Niedermayer“, stellt Bürgermeister Höß klar. Dennoch habe die Gemeinde dem Spielarena-Pächter die Nutzung zugebilligt. Bekanntlich hatte der sogar eine Traglufthalle errichtet, um weiterhin überdachte Tennisplätze anbieten zu können.

„Im Zusammenhang mit der anstehenden Bebauung haben wir Herrn Niedermayer zu verstehen gegeben, dass eine Nutzung künftig nicht mehr möglich ist“, erklärt Höß mit Blick auf die Tennisplätze. Allerdings einigte man sich auf einen Kompromiss. Und der lautet: Die Tennisplätze dürfen noch so lange betrieben werden, bis die Bagger tatsächlich anrollen. Die Tennis-Saison 2017 in Bad Wiessee ist also noch gesichert. „Da war die Gemeinde sehr zuvorkommend“, räumt Niedermayer ein.

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